Publikationen

11.2017 Spezial ew Stadtwerke: Profitable Angebote trotz sinkender Margen und steigender Komplexität

11.2017 euregio-aktuell.eu: Simulierte Cyberattacke

11.2017 energy 4.0: Firma lässt sich hacken

11.2017 Wirtschaftliche Nachrichten: FH-Aachen kündigt Cyber-Angriff auf IT-Unternehmen an

10.2017 industr.com: Warten ob das Licht ausgeht

09.2017 wirtschaftliche Nachrichten: SOPTIM entwickelt zentrale Plattform für europaweite Stromfluss-Koordination

09.2017 Hackerangriff, gemeinsame Pressemitteilung

09.2017 energate-messenger.de: Duve "Ohne Assets in die Zukunft."

09.2017 wirtschaftliche Nachrichten: SOPTIM entwickelt zentrale Plattform für europaweite Stromfluss-Koordination

08.2017 energiespektrum: Aus B2B wird H2H

08.2017 et: Das Interimsmodell - komplexe Herausforderungen für die Marktteilnehmer

08.2017 BWK: Vereinfachte Abstimmungsprozesse

7-8.2017 gwf: Amprion GmbH und Swissgrid beauftragen SOPTIM mit Realisierung der "ENTSO-E Verification Platform"

06.2017 gwf-gas.de: Amprion GmbH und Swissgrid beauftragen SOPTIM mit Realisierung der "ENTSO-E Verification Platform"

06.2017 ctrmcenter.com: SOPTIM AG’s solution facilitates coordination of European transmission system operators

05.2017 energy 4.0: Wie gelangen Branchen im Umbruch zu stabilen Softwarelösungen?

05.2017 energy 4.0: Business Profil der SOPTIM AG

05.2017 BWK: Softwareeinführung in Rekordzeit

04.2017 50,2: Lösung der SOPTIM AG für die Abstimmung der europäischen Übertragungsnetzbetreiber

04.2017 Energiespektrum: Mehr als reine Mathematik

Veröffentlichter Fachbeitrag in energiespektrum 4/2017:

 

Automatischer Handel – mehr als ein reine Mathematik

Auto-Trading und Algo-Trading sind die vorherrschenden Trends auf den Handelsfluren der, Direktvermarkter, Handelsdienstleister und Stadtwerke. Bekannt sind solche „Handels-Automaten“ aus der Finanzbrache, wo sie sich vor allem im hochfrequenten Börsenhandel etabliert haben. Nun verbreiten sich diese Systeme in der Energiewirtschaft, vorzugsweise dort, wo echtzeitnaher Handel, Liquidität und annehmbare Transaktionskosten aufeinander treffen –wie an der EPEX SPOT. Um hier einen automatischen Handel zu etablieren, braucht es jedoch mehr als ein Set von Algo-Tradern.


Weder Furcht noch Gier

Auto-Trading ist ein aussichtsreiches Werkzeug für eine Branche, die sich gezwungen sieht, die Möglichkeiten von Automation und Digitalisierung auszuschöpfen. Auto-Trader reagieren schneller auf neue Informationen. Sie können effizient viele kleine Positionen bewirtschaften. Besonders bei zeitkritischen Strategien stellen sie eine große Hilfe dar. Dabei kennen Auto-Trader weder Furcht noch Gier. Sie führen jede Strategie präzise aus und respektieren dabei jederzeit die Vorgaben und Limits. Sofern man das als Qualität versteht, sind Auto-Trader ihren menschlichen Pendants überlegen.

Direktvermarkter und Handelshäuser, die sich in einem harten Wettbewerbsumfeld bewegen, zielen mit dem Einsatz der Algorithmen auf die Reduktion der Kosten bei gleichzeitiger Verbesserung der Handelsergebnisse. In einem umkämpften Markt geht es ihnen vorrangig darum, dem Wettbewerb einen Schritt – ein paar Cent-Kommastellen pro MW – voraus zu sein.

Stadtwerke und kleinere Direktvermarkter, die noch keinen 24/7 Handelsflur betreiben, evaluieren derzeit sehr genau, ob sich die Mühe und die Investition in einen Schichtbetrieb wirklich rechnet, oder ob nicht statt dessen eine intelligente Maschine die ungeliebten Nacht- und Wochenendschichten übernehmen könnte. Eine weitere Motivation – vor allem für Unternehmen auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern – ist die Überlegung, Handelsdienstleistungen für Dritte anzubieten.

Fast fragt man sich, warum die Übertragung bekannter Methoden aus der Finanzwelt nicht schneller voranschreitet. Liegt es an der Branche selbst, die als traditionell und risikoavers gilt? Nur bedingt – denn in der Energiewelt ist die Herausforderung sehr viel komplexer.


Fundamentale Unterschiede

Trotz aller Parallelen zur Finanzwelt bestehen fundamentale Unterschiede die, letztendlich auf der Physik von Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Energie beruhen. Hieraus resultieren unabdingbare Aufgaben rund um den Energiehandel, wie etwa ein hochfrequentes Positionsmanagement für Vertriebs- Kunden- oder Erzeugungsportfolios oder die ordnungsgemäße Nominierung aller Geschäfte an die Übertragungsnetzbetreiber.

Aus diesem Grund bedeutet Auto-Trading in der Energiewirtschaft mehr als nur Algorithmen auf Arbitragegewinne anzusetzen. Es geht vielmehr darum, eine automatisierte Trading-Plattform für den Kurzfristhandel zu schaffen. Dabei müssen diverse – interne und externe – Systeme, Daten und Informationsquellen sicher angebunden werden. Zudem muss mit den unterschiedlichsten Parteien (Börsen, Übertragungsnetzbetreiber, Kunden, Prognosedienstleistern) verlässlich rund um die Uhr kommuniziert werden. Ein Blick auf die Abbildung verdeutlicht diese Herausforderung.

Das ganze Bild: die automatisierte Trading Plattform

Das zentrale Element der Trading-Plattform ist ein Positionsmanagement, das kurzzyklisch und darüber hinaus bei jeder neuen Information die aktuelle Position berechnet. Es versteht sich, dass hierfür die unterschiedlichsten Datenquellen, für Prognosen, Optimierungsergebnisse, oder Flexibilitätsoptionen sowie eintreffende Kundenaufträge verlässlich angebunden werden müssen – über sichere Kommunikationsprotokolle oder leistungsfähige, überwachte Schnittstellen.

Unerlässlich ist ebenso eine zuverlässige Schnittstelle zur Börse – hier sorgt allerdings die EPEX SPOT selbst für Qualitätssicherung, indem sie, die Kommunikation über die M7-Schnittstelle einer Zertifizierung zu unterwirft. Jeder Deal muss sicher erfasst und unmittelbar an das Positionsmanagement übergeben werden, welches ebenso unmittelbar die resultierende Position neu bestimmt.

Auf diese Weise funktioniert das Positionsmanagement als zentrale Drehscheibe über die alle Informations- und Datenflüsse verwaltet werden. Dahinter sorgen Portfolio- und Buchstrukturen dafür, dass bei jedem Deal klar ist, aus welchen Quellen (Büchern bzw. Aufträgen) er resultiert. Mit dieser Information erfolgt die Rückverrechnung der Erlöse und Kosten auf Kunden oder interne Einheiten (bspw. Erzeugung oder Vertrieb).


Nominierung sichert Handelsergebnisse

Sobald sich der Intradayhandel über mehr als eine Regelzone erstreckt, wird auch die Nominierung zum kritischen Erfolgsfaktor. Der beste Deal ist nichts wert, bevor er nicht ordnungsgemäß nominiert wurde.

Für eine Short Term Trading Plattform ergibt sich daraus eine weitere Prozesskette die verlässlich automatisiert werden muss: Deals werden aus dem Positionsmanagement übergeben, validiert, zu Fahrplänen aggregiert und versendet. Entsprechende Rückmeldungen empfangen und angezeigt.

Performanz und Schnelligkeit sind für die Nominierung ebenso entscheidend wie für den Handel, denn die Nominierung muss mit den Frequenzen im Handel Schritt halten. Ein Auto-Trader, der die zu nominierenden Deals vervielfacht, wird diesen potenziellen Flaschenhals noch verschärfen. Folgerichtig werden Handel und Nominierung – vor allem im Kurzfristbereich – mehr und mehr als Einheit verstanden. Eine performante, verlässliche und automatisierte Nominierung bildet das Gegenstück zu den Algorithmen des Handels.

Trading-Plattformen der nächsten Generation

Im Vergleich zum Finanzsektor – wo man bereits von einem „race for algorithmic supremacy“ hört – hängen die Früchte im Energiehandel bisweilen noch tief. So kann es z.B. für einen Direktvermarkter bereits eine wesentliche Verbesserung darstellen, wenn aktualisierte Prognosen automatisch an der Börse glattgestellt werden. Hierfür reicht ein Set aus einfachen Algorithmen. Damit wird man den VWAP (mengengewichteter Durchschnittspreis eines Kontraktes) nicht gleich übertreffen. Besser als Ausgleichsenergie bezahlen ist es allemal.

Auto-Trading und auch Algo-Trading werden sich in der Energiewirtschaft schnell verbreiten. Für den automatischen Handel in der Energiewirtschaft braucht es jedoch mehr als ein Set aus Algorithmen: Es braucht Trading Plattformen der nächsten Generation mit deren Hilfe komplexe IT-Infrastrukturen und vielfältige Kommunikationsprozesse integriert und rund um die Uhr betrieben werden. Sie bilden zudem die Grundlage für kommende, voll digitalisierte Geschäftsmodelle im Energiehandel.

 

Für den automatschen Handel zeichnen sich derzeit zwei Evolutionsstufen ab. Auf der ersten Stufe sehen wir Auto-Trader die als „black boxes“ in entsprechende Handelslösungen integriert sind. Sie können (im besten Fall) einfach konfiguriert werden und decken gebräuchliche Strategien ab. Robust, erprobt und schnell verfügbar, stellen Sie eine gute Möglichkeit für den Einstieg in den automatischen Intradayhandel dar. Nachteil der Auto-Trader: Sie bieten keine individuellen Wettbewerbsvorteil und können bisweilen leicht erkannt werden.

Unter einem Algo-Trader verstehen wir eine „white box“ – etwa ein Scripting-Werkzeug – mit dem Händler selbst komplexe, individuelle Strategien abbilden und ausführen können. Dies können Strategien sein, die auf der Basis umfangreicher Fundamentaldaten agieren und/oder die bestimmte Marktsituationen (z.B. steigende Preise) erkennen und entsprechend reagieren. Das Handelswissen und der Algorithmus verbleiben dabei exklusiv in der Hoheit des Unternehmens, so dass mit diesem Werkzeug tatsächlich individuelle Wettbewerbsvorteile realisiert werden können.

Algo-Trader bieten ein Maximum an Flexibilität. Dafür erfordern Sie spezielle Kenntnisse und Kapazitäten für die Entwicklung und Simulation. Denn bevor ein selbst entwickelter Algo-Trader auf den Markt losgelassen wird, empfiehlt es sich, diesen genau zu Testen – mit einer geeigneten Simulations- und Backtesting-Umgebung. Mithilfe einer solchen Simulationsumgebung können unerwünschte Effekte des Algo-Traders vermieden werden. Darüber hinaus, kann sie dazu dienen das Marktwissen kontinuierlich auszubauen und zu schärfen, etwa um besser zu wissen, in welchen Situationen eine bestimmte Strategie gut funktioniert.

 

03.2017 ew: Auto-Trading für den Kurzfristbereich

03.2017 ZfK: Soptim mit eigenem Auto-Trader

02.2017 Heat&Power: Von der Softwarelösung zur Vertriebslösung

02.2017 Energie & Management: SOPTIM mit neuen Produkten und Gewinnspiel

02.2017 netzpraxis: Dezentralisierung erfordert Digitalisierung

02.2017 netzpraxis: Digitale Transformation zum Anfassen

01.2017 energiespektrum: Mehr Ideen für mehr Service

01.2017 energiespektrum: Messe Highlights E-World

01.2017 ew: Digitale Transformation zum anfassen

01.2017 50,2: Neue Trading-Plattform für den Kurzfrist-Handel

01.2017 BWK: Intensivere Zusammenarbeit durch beschleunigte Kommunikation_SOPTIM

01.2017 Stadt&Werk: Digitale Transformation zum Anfassen

01.2017 EuroHeat & Power: Von der Softwarelösung für den Kurzfristhandel bis zur Vertriebslösung

12.2016 BWK: ISMS-Einführung

11.2016 ZfK: Handelst du noch, oder profitierst du schon?

09.2016 energiespektrum: Schnell, vernetzt, intelligent - was bedeutet Digitalisierung?

04.2016 Netzpraxis: Wie Verteilnetzbetreiber sich auf die digitale Energiewende vorbereiten können

03.2016 ZfK: SOPTIM erhält Auftrag zur Regelenergieabrechnung

02.2016 ew: IT-Lösungen und Dienstleistungen für den Energiemarkt

02.2016 ew: Meldedatenerstellen und austauschen leicht gemacht-Letzte REMIT-Stufe zündet

02.2016 Energiespektrum: Synergie-Portfolio für zukünftige Herausforderungen im Energiemarkt

01.2016 Energy & Management: SOPTIM: Gemeinsam die Zukunft gestalten

01.2016 Stadt & Werk: Neue Serviceplattform für Stadtwerke

09.2015 Energiespektrum: Den Gesamtfluss im Überblick - ALINA

08.2015 Energate Messenger: Elektromobilität wird kommen

03.2015 FH Aachen: Studierende besuchen Unternehmen der Region

03.2015 ew: Energiewende fordert Marktakteure und Softwarelieferanten

01.2015 emw: Minimierung von Mengenrisiken

02.2015 E-World News: Die Energiewende fordert Marktakteure und Softwarelieferanten

01.2015 gwf E-World Ausgabe: SOPTIM Energy Suite zur Prozessoptimierung im EVU

01.2015 Energie & Management: Wolter wieder zurück bei SOPTIM

12.2014 Stadt & Werk: Vertrieb & Beschaffung optimieren

10.2014 BWK: Vertriebssoftware meets BI-Kooperation

10.2014 BWK: Herausforderungen partnerschaftlich lösen

10.2014 ZfK - Prevero räumt bei weltweiter BI-Umfrage ab

08.2014 Energiespektrum: SOPTIM und Prevero werden Partner

08.2014 Energie&Management: Mehr Überblick durch Kooperationen

08.2014 ZfK: SOPTIM und Prevero werden Partner

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