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Imagepflegetipps für das globale Gedächtnis

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Ist Ihnen eigentlich auch schon mal aufgefallen, dass  einem eine Autofahrt auf dem Heimweg meist kürzer vorkommt als auf der Hinfahrt? Vorausgesetzt natürlich, es gibt keine Staus, Umleitungen, Schleicher oder sonstige Hindernisse auf der Strecke. Unbewusst fährt man zurück schneller und macht weniger und/oder kürzere Pausen. Man will einfach so schnell wie möglich ins traute Heim, weil dort im Normalfall Behaglichkeit, Ruhe und Entspannung warten.

Neulich habe ich für meine These einen weiteren Beweis erhalten. Während der Heimfahrt sagte nämlich plötzlich die Navigations-App auf meinem Smartphone: „Achten Sie auf Ihre Geschwindigkeit!“ Schön, dachte ich im ersten Augenblick, dass mir jemand hilft, vor Blitzern verschont zu bleiben.

Doch das war nur ein kurzer naiver Impuls, rasch erwachte mein notorisches Misstrauen: Wenn die NSA alle im Netz vagabundierenden Daten speichert (woran ja immer weniger zu zweifeln ist) dann wurde auch mein zu schnelles Fahren registriert und auf einem fernen Server gespeichert, inklusive Ortsangabe, Geschwindigkeit und Tatzeitpunkt. Habe ich vielleicht mit meiner Navy-App meinen eigenen virtuellen Blitzer an Bord? Noch werden ja diese lächerlich altmodischen Starenkästen und Mülltonnen zum Blitzen benutzt. Wie lange noch? Die Polizei bräuchte doch nur ein wenig mit der NSA zusammenzuarbeiten. Der weltweit größte Geheimdienst hat vermutlich von allen Smartphone-Benutzern ein exaktes Bewegungsprofil. Womöglich ist es sogar egal, ob die Ortungsfunktion eingeschaltet ist oder nicht. Die Strafverfolgungsbehörden jedenfalls könnten auf diese Weise praktisch ohne jeden eigenen Aufwand ungleich mehr Strafzettel verschicken und immens viel Geld kassieren. Wenn es smart abliefe, würde der Strafzettel auch nicht mehr auf dem Postweg, sondern im Moment der Geschwindigkeitsüberschreitung direkt auf das jeweilige Smartphone gesendet. Utopie? Wir erleben doch ständig, dass selbst kühne Zukunftsphantasien von der Wirklichkeit überholt werden.

Datenschutz hin oder her: Es gibt in der Welt der Telefonie und des Internets offenbar keine Geheimnisse mehr. Immerhin scheint die NSA ausgespähtes Wissen, das nicht kriminellen oder terroristischen Plänen zuzuordnen ist, für sich zu behalten. Obwohl, wenn ich es mir recht überlege: Warum sollte jemand Daten speichern, ohne sie nutzbringend anzuwenden?

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Schätzungsweise 35.000 bis 55.000 Mitarbeiter arbeiten für die NSA. Haben die ein schlechtes Gewissen, dass sie das Leben anderer Leute ausspionieren? Vermutlich nicht. In den USA dürfen sie sich sogar als gute Patrioten fühlen, die Gefahren abwehren. In Europa aber ist das Ansehen der NSA komplett im Eimer. Was den NSA-Mitarbeitern und den Kontrollorganen allerdings herzlich egal sein dürfte. Und falls doch nicht?

Jedenfalls hätte ich eine Idee, wie die NSA ihr Image aufpolieren könnte. Neulich habe ich eine wichtige E-Mail an einen Geschäftspartner gesendet. Gestern wollte ich mir den Inhalt noch einmal anschauen, musste aber feststellen, dass die Mail nicht mehr existierte – weder auf meinem noch auf seinem Rechner. Hier könnte sich der größte aller großen Brüder doch wirklich auch für unsereinen mal nützlich machen.

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