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Workshops, Fachvorträge und internationale Perspektiven

Das SOPTIM Anwendertreffen 2016 in Leimen

SOPTIM Fachvorträge und Workshops
SOPTIM Fachvorträge und Workshops

Bei bestem Wetter trafen sich über 120 Entscheider und Experten der Energiewirtschaft auf dem SOPTIM Anwendertreffen in Leimen bei Heidelberg. Neben interessanten Vorträgen und marktrollenspezifischen Workshops wurde das Event in diesem Jahr um zwei neue Elemente bereichert: um die interaktiven Angebote im Format „Open Spaces“ und um den internationalen Workshop „Trading, Scheduling, Nomination“. Zudem bot die Veranstaltung einen geeigneten Rahmen, um interessierten Fachleuten den ersten Prototypen der neuen Intraday-Handelslösung SOPTIM iTrade vorzustellen.

Wie gewohnt, führte Christoph Speckamp (Bereichsleiter Energiewirtschaft) routiniert durch die Veranstaltung und informierte über die Treffpunkte, Räumlichkeiten und Aktivitäten im Rahmen der Agenda.

Die Begrüßung erfolgte durch den SOPTIM Vorstand Andreas Duve, der kurz in das Themenfeld der folgenden Vorträge – Disruption und Digitalisierung – einführte. Diese Themen beschäftigten die Branche derzeit wie keine anderen Fragen. SOPTIM sehe sich als Partner und „Enabler“ der Digitalisierung und begleite diesen Wandel aktiv – unter anderem durch die Teilnahme an Initiativen wie dem digitalHUB Aachen oder Aachen 2025.

Zwischen Disruption und Digitalisierung

Die Fachvorträge starteten mit Wolfgang Bühring, Geschäftsführer der Stadtwerke Speyer, zum Thema „Kommunale Strategien für die zukünftige Energieversorgung“. Als klassisches Querverbundunternehmen hätten sich die Stadtwerke Speyer das ambitionierte Ziel gesetzt, die Versorgung mit Strom (bis 2030) und mit Wärme (bis 2040) auf 100 % erneuerbare Energien umzustellen.

In seinem Vortrag erläuterte Bühring die Modellprojekte zur Eigenversorgung mit regenerativen Energien, die einen Ausweg aus steigenden Preisen aufgrund steigender Umlagen böten, wenn sie gemeinsam mit Netzbetreibern und deren Speichern gedacht würden. Notwendigerweise beruhten diese Modelle aufgrund knapper Margen auf Prozessorientierung und Digitalisierung.

Ein starker Apell, sich auch als Mittelständler von Herausforderungen wie Disruption und Digitalisierung nicht einschüchtern zu lassen, begleitete den Vortrag.

In der folgenden Präsentation „Netze der Zukunft − Erfolgsfaktor oder Engpass?“ ging Dr. Eris Jennes von E-Bridge Consulting der Frage nach, inwiefern die Netze der Zukunft einen Erfolgsfaktor der Energiewende darstellten.

Dezentralisierung und Digitalisierung führten zu einer Vielzahl neuer Anforderungen an VNB. Im Grundsatz blieben jedoch viele der heutigen Aufgaben der Netzbetreiber (ÜNB wie VNB) erhalten, würden jedoch an Komplexität gewinnen. Die größten Veränderungen ergäben sich bei der Aufgabenverteilung zwischen Messstellenbetreiber und VNB im Zuge des Smart-Meter-Rollouts.

Studien der E-Bridge Consulting legten nahe, dass der Netzausbau mit dem Umbau der Stromerzeugung koordiniert werden sollte. Mit innovativen Planungsstrategien und intelligenten Netztechnologien könnte der Netzausbau effektiver gestaltet werden. Hierzu müsse allerdings auch der regulatorische Rahmen angepasst werden.

SOPTIM Fachvorträge und Workshops
SOPTIM Fachvorträge und Workshops

Im Dialog

Der Nachmittag war marktrollenspezifischen Workshops vorbehalten, in denen die Experten aus der Branche gemeinsam mit SOPTIM aktuelle Themen, künftige Anforderungen und die Roadmap der SOPTIM Energy Suite diskutierten.

Noch interaktiver wurde es auf den Teamevents. Zur Auswahl standen die gesellige Variante (Weinprobe) und die sportliche Variante (Drachenbootrennen). Auch auf der anschließenden Abendveranstaltung mit Pizza, Pasta und italienischem Gesang konnten die Teilnehmer ihr Netzwerk erweitern und den fachlichen Dialog in entspannter Atmosphäre fortsetzen.

So waren am Morgen des zweiten Tages die besten Voraussetzungen für das neue, agile Format „Open Spaces“ geschaffen. Bei „Open Spaces“ handelt es sich um eine Methode zur Großgruppenmoderation nach bestimmten Regeln, die ohne Agenda, Redner oder festgelegte Aufgaben auskommt. Hierzu wurden im Vorfeld und spontan Themen von den Teilnehmern vorgeschlagen. Nachdem man sich auf passende Zeitslots geeinigt hatte, fanden sich die Teilnehmer in Gruppen zusammen, um die Themen zu bearbeiten. Ein Themenführer organisierte die Gruppe und sorgte dafür, dass die Ergebnisse am Ende festgehalten wurden.

Das Format Open Spaces erwies sich als voller Erfolg: Es entstand ein lebhafter Austausch über neue Anforderungen, Ideen oder Best Practices rund um Themen wie Mieterstrommodelle, EEG- und KWK-Mengen im Netz, VIM2Sales oder Bündelkunden.

Blackout – Mythos oder Bedrohung

Der letzte Vortrag der Veranstaltung war gleichermaßen unterhaltsam wie informativ. Markus Palic vom ifed (Institut für Energiedienstleistungen) zeigte anhand von Beispielen, welche Umstände in der Vergangenheit zu einem Blackout geführt hatten, und ging der Frage nach, welche weiteren Faktoren die Versorgungssicherheit bedrohen könnten. Da die Folgen eines längerfristigen Blackouts verheerend wären, sei es wichtig, für IT-Sicherheit, Katastrophenschutz und einen angepassten Ausbau „risikotreibender“ Technologien zu sorgen.

Internationale Perspektiven: der Workshop „Trading, Scheduling, Nomination”

Neben dem regulären Programm fand am zweiten Tag des Anwendertreffens der internationale Workshop „Trading, Scheduling, Nomination“ statt.

Strom und Gas werden zunehmend international gehandelt. Ein hochfrequenter, automatisierter, echtzeitnaher Handel entwickelt sich nach dem Modell der Finanzmärkte. Im SOPTIM Workshop diskutierten internationale Experten die Auswirkungen dieser Entwicklungen aus verschiedenen Perspektiven.

Stefan Weyand von Amprion zeigte, wie sich die steigenden Frequenzen im Handel bei den Übertragungsnetzbetreibern niederschlagen und welche Herausforderungen sich daraus ergeben. Jérôme le Page von EFET erläuterte die Integration der europäischen Intraday- und Regelenergiemärkte aus Sicht der Händler. Zwei Vorträge aus der Praxis gaben einen konkreten Einblick in das Tagesgeschäft. Gerhard Rödig stellte anschaulich dar, wie syneco dank Automatisierung steigende Frequenzen im Fahrplanmanagement beherrschbar macht, und Lars-Peter Brosk gab einen Einblick in die Flexibilitätsvermarktung bei natGas, dank der auch kleinste Einheiten gewinnbringend an den Markt gebracht werden können.

Beste Aussichten – auch in bewegten Zeiten

Disruption, Digitalisierung, Internationalisierung, Blackout – es waren anspruchsvolle Themen, die auf dem SOPTIM Anwendertreffen in Leimen in diesem Jahr diskutiert wurden. Dass die Teilnehmer dennoch gut gelaunt ins Wochenende gingen, lag sicher nicht nur am guten Wetter, sondern an den vielen Anregungen und Ideen, die sie dabei mit im Gepäck hatten.

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