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Geschäftsidee zur digitalen Konterrevolution

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Kennen Sie die „Höhle der Löwen“? Das ist eine Art Casting-Show im TV, bei der Menschen, die innovative Produkten und Services entwickelt haben, Investoren suchen. Dort werde ich mich bald bewerben, ich habe nämlich auch eine Geschäftsidee. Und wenn die Juroren/Investoren einigermaßen bei Verstand sind, werden sie mir begeistert ein paar Milliönchen für den Aufbau meiner Firma zur Verfügung stellen.

Und darum geht’s: Ich glaube, das Ende der IT ist gekommen. Gut, das ist vielleicht etwas zu plakativ formuliert. Aber sicherlich das Ende der IT-Nutzung, wie wir sie heute kennen. Denn so, wie es im Moment läuft mit Internet und Datenkommunikation, kann es nicht weitergehen. Nichts, aber auch gar nichts ist mehr sicher vor Hackern und digitalen Dunkelmännern. Den ultimativen Beweis dafür lieferten unlängst zwei Vorfälle, die bislang außerhalb meiner Vorstellungskraft lagen: Kaspersky, einer der renommiertesten Player im Bereich der Sicherheitssoftware, wurde selbst gehackt. Gleiches passierte dem US-Anbieter Fireeye.

Wenn Hacker es schaffen, sogar in die Systeme der besten IT-Sicherheitsexperten einzudringen – wie leicht muss es ihnen dann erst bei unsereinem gelingen? Es ist wie im bekannten Märchen: Der redliche Hase kann sich beim Schützen seiner Daten abstrampeln, wie er will: Der listige Igel entdeckt unentwegt neue Schlupflöcher. Wie endet noch gleich das Märchen? Beim 74. Rennen bricht der Hase erschöpft zusammen und stirbt.

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Was das mit meiner Geschäftsidee zu tun hat? Na ja, bekanntlich folgt auf jede Revolution eine Gegenrevolution. Und nach der digitalen Revolution werden wir eine analoge Gegenbewegung erleben. Das wird zumindest im Umgang mit geschäftlich relevanten und hochvertraulichen Daten so sein. Man wird sie physikalisch unter eine Käseglocke stellen und jegliche Verbindung zum Internet kappen. Stellt sich die Frage, wie man dann noch Daten austauscht?

Genau hier kommt meine zukünftige Firma ins Spiel. Ich gründe ein Kurierunternehmen für Datentransporte. Prinzipiell muss man sich das so vorstellen wie beim Geldtransport. Nur werden hier Datenträger mit wichtigen Dokumenten und Informationen von A nach B gebracht. Da Datendiebe nicht auf der Straße lauern, sondern eher als frustrierte Nerds irgendwo in dunklen Kellern hausen, muss man keine gepanzerten Fahrzeuge verwenden. Unauffällige Transporter, die als Klempner- oder Bäckerbetrieb getarnt sind, tun es auch. Wichtig ist natürlich, dass die Kuriere sich möglichst schnell fortbewegen können. Deshalb denke ich auch über den Einsatz von Motorrädern nach. Für den Transport der Datenträger würden spezielle Boxen benötigt, ganz ähnlich jenen Behältnissen, mit denen Kinos heutzutage ihre Filmkopien erhalten. Nur müssten diese Boxen so konzipiert sein, dass sie sich im Falle eines Unfalls oder Diebstahls selbst zerstören. Denn die Daten sollen ja keinesfalls in fremde Hände fallen. Mein Onkel ist Mechatroniker und auch sonst ein großer Tüftler, er würde sich da etwas ausdenken, hat er gesagt. Hatte ich erwähnt, dass er Mitgesellschafter der neuen Firma ist?

Natürlich werden auch normale Kurierdienste und das Taxigewerbe auf dieses Geschäftsfeld schielen. Aber erstens wären wir früher dran als die Konkurrenz und zweitens hätten wir das Patent auf die sich im Gefahrenfall selbst zerstörende Box. Außerdem überlege ich, den Datenkurier wegen seiner speziellen Anforderungen zum Ausbildungsberuf zu machen, damit wir in jeder Hinsicht einen qualitativ hochwertigen Service bieten können. In diesem Zusammenhang ist es denkbar, spezifische Ausbildungsinhalte und Lernmittel zu entwickeln – streng analog versteht sich – und eine eigene Akademie zu gründen.

Ausgefuchst, oder? Nun, man muss schon groß denken, wenn man ein großes Rad drehen will. Unter den fünf potenziellen Investoren in der „Die Höhle der Löwen“ habe ich übrigens eine bestimmte männliche Person im Visier: Frank Thelen. Als CEO einer Venture-Capital-Gesellschaft finanziert und unterstützt der Mann technologie- und designgetriebene Gründer in der Seed- und Early-Stage-Phase (kann man bei Wikipedia nachlesen). Der Typ ist wie gemacht für mich: Wenn der meiner Idee von der digitalen Konterrevolution nicht folgen kann – wer dann?

 

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