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Szenario-Analyse liefert fundierte Aussagen über den Bedarf an zukünftigen IT-Lösungen der EVU    

Mit einer Szenario-Analyse hat die SOPTIM AG die Basis geschaffen, schon heute systematisch und strukturiert die Energiezukunft bis 2020 vorauszudenken.
Die Technik macht es möglich, Optionen von morgen durchzuspielen, daraus Erkenntnisse abzuleiten und auf dieser Basis zielgerichtet Produkte und Leistungen zu entwickeln und zu gestalten.

Die Ergebnisse sind nicht völlig überraschend, stehen aber erstmals auf einer belastbaren Wissensbasis. Die Markteinschätzung von SOPTIM wurde im Wesentlichen bestätigt.
Für viele der aus den Szenarien identifizierten/abgeleiteten Anforderungen an die EVUs verfügt SOPTIM bereits heute über Lösungen oder arbeitet daran, diese zu entwickeln.

Die EVUs profitieren, indem sie frühzeitig in die Lage versetzt werden, zukünftige Aufgaben bestmöglich zu bewältigen.

 

Was bringt uns die Zukunft? Man kann - wie Winston Churchill - vor dieser Frage humorvoll kapitulieren („Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen"). Man kann sich aber auch kluge Gedanken machen, wie schon Perikles vor 2.500 Jahren („Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern darauf, auf die Zukunft vorbereitet zu sein") oder wie der Informatiker Alan Kay („Die beste Art, die Zukunft vorauszusagen, ist, die Zukunft zu erfinden"). Mit diesen beiden Aussagen kann sich die SOPTIM AG sicherlich identifizieren. Doch wie will man sich auf die Zukunft vorbereiten oder sie erfinden, wenn man keine Vorstellung von ihr hat?

Die Energiewende ist ein Thema, bei dem Entwicklung und Ausgang aktuell schwer abzuschätzen sind. Gravierende Veränderungen stehen an, hört man es allenthalben raunen. Smart soll die Energiezukunft werden, leider auch komplexer und teurer. Aber was besagen solche Prognosen schon? Selbst der fachliche Diskurs mit einer immensen Fülle an Thesen und Meinungen vermittelt kein klares Bild. Wer indes wie SOPTIM den Anspruch verfolgt, im Energiemarkt eine führende und gestaltende Rolle zu spielen, kann sich mit diffusen Vorhersagen nicht zufriedengeben. Deshalb haben im Sommer 2012 SOPTIM Experten aus allen Geschäftsbereichen, mit Unterstützung der Geschka & Partner Unternehmensberatung, eine systematische Szenario-Analyse des deutschen Energiemarktes für das Jahr 2020 durchgeführt.

Systematischer Umgang mit Unsicherheiten

Was wurde getan? Im Energiemarkt wirken heute viele Kräfte in unterschiedlicher Weise in verschiedene Richtungen. Bei instabilen Rahmenbedingungen, wie in diesem Fall, reicht die Analyse linearer Ursache-Folge-Beziehungen nicht mehr aus. Aussagen über zukünftige Entwicklungen müssen vielmehr auf Grundlage einer Ursachen- und Wirkungsanalyse der exogenen Einflussfaktoren aufgestellt werden. Die Szenario-Technik, ein Instrument der Zukunftsanalyse, bietet hierfür einen reizvollen Lösungsansatz. Sie ermöglicht die Ableitung robuster Handlungsoptionen, die in mehreren Szenarien Erfolg versprechen.

Ihr Ansatz macht es möglich, mit Unsicherheiten im Unternehmensumfeld systematisch umzugehen und sogar auf ihrer Basis zu planen. Szenarien schaffen darüber hinaus für eine zukünftige Situation ein Gesamtverständnis, aus dem heraus Strategien entwickelt werden können.

Schritt 1: Entwicklung eines Basismodells

Als Basis für die Szenario-Analyse wurde einen Modell entwickelt, das eine Beschreibung der smarten Welt ermöglicht. Nach Auswertung aktueller Fachliteratur und Studien wurden 200 Einflussfaktoren gesammelt, die man in einem zweiten Schritt mithilfe von Expertenwissen auf die 26 einflussreichsten Faktoren reduzierte. Mittels Wirkungsbeziehungsanalyse wurde bewertet, wie sehr die Faktoren im System wirken und wie stark sie in das Gesamtsystem eingebunden sind. Dadurch wurden Treiber und getriebene Faktoren identifiziert. Das erstellte Modell erlaubt eine einheitliche Sicht auf das Thema und die Entwicklung eines Frühwarnsystems, in welchem die Faktoren und insbesondere die identifizierten relevanten Treiber systematisch überwacht und ausgewertet werden.

Schritt 2: Formulierung der Projektionen

Für jeden Einflussfaktor wurden Zukunftsprojektionen für das Jahr 2020 inklusive Begründung und Eintrittswahrscheinlichkeit aufgestellt. Die Zukunftsprojektionen beschreiben alle plausiblen Entwicklungsmöglichkeiten. Es sind alternative oder eindeutige Entwicklungen (Trends) möglich. Als Input wurden Expertenwissen und Informationen bzw. Daten aus Studien herangezogen. Zudem berücksichtigt wurden bei der Erstellung der Projektionen Glaubwürdigkeit, Unterschiedlichkeit, Relevanz und Informationsgehalt.

Schritt 3: Berechnung und Auswahl der Szenarien

Nach Überprüfung der Wechselwirkung der Zukunftsprojektionen (wie gut passen die Projektionen zueinander, wie weit unterstützen sie sich bzw. stehen sie in Widerspruch?) und mithilfe der Szenario-Software INKA von Geschka & Partner konnte man die Projektionsbündel mit der höchsten Konsistenz ermitteln. Bei 26 Einflussfaktoren mit durchschnittlich zwei Projektionen wurden insgesamt 67 Mio. Projektionsbündel betrachtet! Aus dieser Vielzahl theoretisch denkbarer Zukunftsmöglichkeiten konnten mehrere konsistente und plausible Zukunftsszenarien für die smarte Energiewelt 2020 gewonnen werden. Dabei wurden zwei Szenarien ausgewählt, die das Spektrum der möglichen zukünftigen Entwicklungen aufzeigen. Sie beschreiben den grundsätzlichen Trend der Marktentwicklungen:

In Szenario 1 prägt eine hohe Dynamik die Entwicklung, die vom Markt entfacht wird. Es entstehen viele attraktive lokale Märkte, die den Großhandelsmarkt ergänzen und auf denen komplexe Produkte zum Ausgleich von Erzeugung und Nachfrage gehandelt werden. In Szenario 2 ist die Marktentwicklung erzwungen. Sie vollzieht sich langsam und in kleinen Schritten. Es gibt nur wenige lokale Märkte mit einer überschaubaren Betreiberanzahl und verordneten Geschäftsmodellen.

Schon heute können Konsequenzen für EVU abgeleitet werden

Beide Szenarien unterscheiden sich insbesondere in der Komplexität der zu bewältigenden Aufgaben und dadurch in der Zeit, die zur Verfügung steht, um adäquate IT-Lösungen zu entwickeln. Intelligente Lösungen benötigen viel Zeit und deshalb ist schnellstmöglich mit ihrer Entwicklung zu beginnen. Szenarioübergreifend lassen sich beispielweise mehrere Anforderungen an EVU identifizieren, die zeitnah einer Unterstützung bedürfen. Schon heute stellt der hohe Anteil an erneuerbaren Energien (EE) komplexere Anforderungen an die Prognose, dies betrifft sowohl die Erzeugungsmengen als auch die Energiepreise. Das MeterData Management wird zur Beherrschung des höheren Mengengerüstes unabdingbar. Des Weiteren steigt seit dem 1. Januar 2012 kontinuierlich der Bedarf an IT-Unterstützung bei der Direktvermarktung von EE-Strom, um nur einige der Konsequenzen zu benennen.

Nutzen für SOPTIM AG und ihre Kunden

Die Szenario-Analyse legt die Basis für die zukunftsorientierte Gestaltung von Lösungen (IT- und Beratungsprodukte). SOPTIM bereitet sich damit auf die Zukunft vor und arbeitet daran, die bestehenden Produkte den komplexeren Anforderungen anzupassen und neue Lösungen zu entwickeln. Die EVU profitieren, indem sie frühzeitig unterstützt und in die Lage versetzt werden, zukünftige Aufgaben bestmöglich zu bewältigen.

Die Ergebnisse der Szenario-Analyse bestätigen die aktuelle Produkt- und Entwicklungsstrategie der SOPTIM. Für viele aus den Szenarien abgeleitete Konsequenzen für die EVUs verfügt SOPTIM bereits heute über Lösungen oder arbeitet daran, diese zu entwickeln. So eröffnet die Integration der Expertenprognose mP Energy von Metalogic in SOPTIM VIM neue Möglichkeiten bei der Bewertung komplexer Absatzportfolien. Mit SOPTIM MDM verfügt SOPTIM bereits heute über ein zukunftssicheres Modell für das Meter Data Management. Leistungsfähige Instrumente für die Prozessunterstützung bei Einspeisung und Direktvermarktung von EE-Strom werden in Kürze für die Marktrollen Netz und Vertrieb zur Verfügung stehen. Aufgrund der Teilnahme am Smart-Watts-Projekt verfügt SOPTIM über exklusives Know-how bei der Ausgestaltung künftiger dezentraler Energiehandelsplätze.

Gerne überlassen wir Ihnen Anfrage detaillierte Erläuterungen zur Szenario-Technik und die Ergebnisse der durchgeführten Analyse. Die Veröffentlichung eines Fachaufsatzes mit weiteren Informationen ist in Kürze geplant.

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