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Ein Gasometer ist nun mal kein Hallenbad    

Danke, liebe Kolleginnen und Kollegen der Marketingabteilung! Vielen Dank!
Das habt ihr wirklich toll hinbekommen. Warum musstet ihr im Abendprogramm des SOPTIM Anwendertreffens denn ausgerechnet Extremsportarten wie Kanupolo, Bogenschießen und Hochseilklettern anbieten? Wie stehe ich denn jetzt da? Als Angsthase und Versager! Dass mich alle trösten wollen, macht die Sache nur noch schlimmer.

Kanupolo im Gasometer hört sich zunächst mal harmlos an. Doch schon beim Anlegen dieses merkwürdigen Neoprenanzugs spüre ich, dass mein Mut in die Knie geht. Beim Ersteigen der schwindelerregend hohen Außentreppe des Gasometers halte ich den Handlauf fest umklammert. Um ehrlich zu sein, habe ich vor Ort ein freundliches Hallenbadambiente erwartet. Wie groß mein Schock, als wir oben eine düstere Höhle betreten: schwarze Wasseroberfläche, spärliche Beleuchtung, feuchtkühle Luft. Meine Mitstreiter ficht das alles nicht an. Sie scherzen, klettern behände in die Kanus und legen munter los: paddeln flink über das Wasser, werfen sich kraftvoll den Ball zu und treffen sogar in die winzigen Tore. „Jetzt du", werde ich aufgefordert. Ein Adrenalinstoß fährt durch meinen Körper, und mit zittrigen Beinen krabbele ich ins Kanu, das heftig schwankt. Wie war das noch mit dem Paddel? Die linke Hand hält es fest? Oder doch die rechte? Und was macht dann die andere Hand? Irgendwie fahre ich hinaus ins Halbdunkel bzw. das Kanu fährt mit mir: Unter mir 13 Meter dunkle, gruselige Tiefe. Plötzlich wirft mir jemand den Ball zu, der aber leider schräg hinter mir im Wasser landet. Ich versuche gerade, meine Position zu verändern, um den Ball greifen zu können, da werde ich hart von einem Kanu der gegnerischen Mannschaft gerammt. Mein Untersatz kippt um, ich platsche heftig ins kühle Nass. Als ich wieder auftauche, habe ich gefühlt die Hälfte der insgesamt 21 Millionen Liter Wasser im Gasometer geschluckt. Mir reicht's, denke ich und schwimme ans rettende Ufer. „Macht ihr das mal besser", pruste ich den anderen zu. „Kanupolo scheint nicht mein Sport zu sein."

Dann also zum Bogenschießen. Hatte ich auch noch nie gemacht, würde aber sicher einfach sein. War es natürlich nicht. Zunächst einmal staune ich: Pfeil und Bogen sind eine echte Waffe. Richtig gespannt, katapultiert der gespannte Bogen den Pfeil mit ungeheurer Wucht Richtung Ziel. Apropos Ziel - das treffe ich natürlich nicht. Bei den meisten anderen Schützinnen und Schützen schlagen die Pfeile mit sattem „plock" in die Zielscheibe ein, meine Pfeile landen mit einem deprimierenden „fluff" im Auffangtuch. „Du musst dir einen Ankerpunkt suchen", rät der Übungsleiter. Danke, den hätte ich schon beim Kanupolo gebraucht, denke ich. Was mir im Laufe meiner fruchtlosen Bemühungen immerhin klar wird: Wilhelm Tell, von dem Friedrich Schiller berichtet, er habe seinem Sohn einen Apfel vom Kopf geschossen, muss ein unfassbar guter Bogenschütze gewesen sein. Und natürlich erst recht Robin Hood, der einen bereits mitten im Ziel steckenden Pfeil gespalten haben soll. Die Leute hatten ja damals noch keine Hightech-Geräte wie unsereiner heute. Und als ich bei meinem letzten Schussversuch seufzend sinniere, dass mir die Fähigkeiten legendärer Bogenartisten komplett abgehen, trifft mein Pfeil: die Scheibe!

Jetzt noch zum Hochseil, denke ich mit Bangen, das wird die absolut ultimative Herausforderung. Meine Laune hebt sich, als ich einen Blick auf die Uhr werfe: Schon zu spät, das schaffe ich nicht mehr. Puh, Glück gehabt! Und habe ich meine Schwindelfreiheit mit dem Ersteigen der Außentreppe des Gasometers nicht schon hinreichend bewiesen?

Später beim gemeinsamen Feiern werden auf einer Leinwand Fotos gezeigt von den Hochseilartisten. Man sieht angestrengte Gesichter beim Balancieren und schließlich stolz strahlende Mienen nach vollbrachter Mutprobe. „Was habe ich nur für tolle Kolleginnen und Kollegen", sage ich anerkennend zu meinem Sitznachbarn. „Und was hat SOPTIM nur für mutige Anwenderinnen und Anwender, unglaublich! Nur ich habe mich davor gedrückt." „Machen Sie sich nichts daraus", antwortet er, „dafür haben Sie andere Qualitäten." Stimmt, sage ich mir im Stillen und berichte leichten Herzens über meine Erlebnisse beim Bogenschießen und meine Gedanken zu Wilhelm Tell und Robin Hood - bis mein Gesprächspartner mich unterbricht: „Wilhelm Tell, hat der nicht mit der Armbrust geschossen?" Schande, ja, natürlich! Andere Qualitäten soll ich haben? Welche anderen Qualitäten?

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