Was tun, wenn der Strom ausfällt?

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Wussten Sie eigentlich, dass Stromausfälle seit vielen Jahren meine steten Begleiter sind? Nicht, dass ich oder meine Arbeitgeber je längere Zeit ohne Saft aus der Steckdose hätten auskommen müssen. Glücklicherweise zählt die Stromversorgung in Deutschland zu den zuverlässigsten in der Welt. Zumindest im Moment noch, denn die Sicherheit scheint zunehmend in Gefahr zu geraten. Durch den Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen und die zu langsame Anpassung der Netze, heißt es. Deshalb bekomme ich in jüngster Zeit wieder häufiger den Auftrag: „Schreiben Sie doch mal was zum Thema Stromausfall.“ Das ist bei SOPTIM nicht anders. Die SOPTIM AG verdient ihr Geld unter anderem damit, dass sie Energieversorgern mit ihrer Software unterstützt, möglichst genaue Verbrauchsprognosen zu erstellen. Damit leisten also auch wir einen Beitrag zur stabilen Stromversorgung.

Schon komisch: Wir leben im Stromparadies und sind fasziniert vom Black-out. Malen wir uns Worst-Case-Szenarien aus, weil es uns motiviert, die Stromversorgung möglichst ausfallsicher zu machen? Oder ist das unsere Art, uns über die Zuverlässigkeit zu freuen und uns bewusst zu machen, wie schön Stromdeutschland tatsächlich ist? Vermutlich auch deshalb mögen wir Krimis so sehr – je abgründiger desto besser. Am Ende dürfen wir uns doppelt freuen: Zum einen, weil der Bösewicht meist geschnappt wird, zum anderen, weil etwas so Schlimmes im eigenen Leben nicht vorkommt.

Trotz aller Vorsorge müssen wir damit rechnen, dass es auch in Deutschland immer wieder zu Stromausfällen kommt. Sei es lokal weil beispielsweise eine Fledermaus oder eine Ratte in einer Umspannstation ihr Zuhause gefunden hat und einen Kurzschluss auslöst oder es im Netz abnutzungsbedingt zu technischen Defekten kommt. Oder sei es großflächig, weil Hochspannungsmasten unter der Last von Schnee auf den Leiterseilen einknicken - wie 2005 im Münsterland bei einem der größten Stromausfälle in der Geschichte der Bundesrepublik. Es gibt tausend Gründe für einen Black-out und der nächste ist gewiss. Mein Orakel entspringt keineswegs persönlichem Fatalismus, sondern geht auf einen gewissen Edward A. Murphy zurück, der einmal sagte: „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“

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Was also tun, wenn‘s plötzlich zappenduster wird? Ich persönlich habe ja längst vorgesorgt und batteriebetriebene Mini-LED-Leuchten in der ganzen Wohnung aufgehängt. Meine Frau teilt meinen Hang zur Vorsorge leider nicht, aber das will ich hier nicht vertiefen. Auf jeden Fall sollte man im Fall der Fälle versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der Stromausfall während des diesjährigen Super Bowl in New York. Als die Lichter im Stadion ausgingen, schalteten einige Werbeagenturen blitzschnell und machten den Black-out zum Gegenstand witziger Werbespots, die über Social-Media-Kanäle in Windeseile verbreitet und so ein Riesenerfolg wurden. Leider sehe ich hier persönlich nur begrenztes Potenzial zur Nachahmung. Das gilt schon eher für den großen Stromausfall am 9. Februar 1965 in New York, als 800.000 Menschen stundenlang elektrische Energie entbehren mussten. Neun Monate später nämlich berichtete die New York Times von einer ungewöhnlich hohen Geburtenrate in der Stadt. Vielleicht brauchen wir einfach mehr Stromausfälle, um unsere Alterspyramide wieder in eine namensgerechte Form zu bringen. Meine Notlampen könnte ich ja ausgeschaltet lassen.

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