Die periodisch auftretende Jahresanfangskrankheit

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Jedes Jahr von Anfang Januar bis Mitte Februar tritt bei einigen Menschen bei uns im Hause ein merkwürdiges Phänomen auf. Der Name dieser Erscheinung ließe vermuten, dass es sich um die spezielle Ausprägung einer Allerweltserkrankung handelt. Doch die dabei üblicherweise auftretende erhöhte Körpertemperatur lässt sich bei Betroffenen meist nicht feststellen – es sei denn, eine handfeste Grippe vervollständigt das Krankheitsbild. Typische Symptome dieses zeitweise auftretenden Phänomens sind Schlaflosigkeit, Phantasieren und quasi autistisches Sozialverhalten.

Bei SOPTIM sind vorzugsweise Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Marketing und Vertrieb betroffen. Die Schlaflosigkeit etwa ist deutlich daran zu erkennen, dass in manchen Büros bis abends noch Licht brennt. Irrtümlich versuchen diese Personen, die nötige Bettschwere mit dem Genuss von Kaffee herbeizuführen. Vermutlich verhindert die Schlaflosigkeit klare Gedanken und die Orientierung. Denn sie finden einfach den Ausgang aus dem Büro nicht mehr. Ein Teufelskreis …

Die Verwirrung ist auch daran abzulesen, dass manche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter merkwürdige Begriffe in den Raum brabbeln. „Ich brauche eine neue Head“ zum Beispiel. „Einen neuen Head“ würde ich ja noch verstehen. Denn, wie zu hören ist, scheint der vorhandene Kopf gerade nicht richtig zu funktionieren. Ein anderes Exempel: „Bauen wir einen Altarfalz.“ Was bitte hat ein Altar bei SOPTIM zu suchen? Job sollte Job bleiben und die Religionsausübung an gewohnter Stelle stattfinden. Sprachverwirrung, wohin man hört: „Wir müssen Leads generieren“ – noch so ein Anglizismus bar jeden Sinns. Ich kenne die Lead-Gitarre, den Lead-Sänger oder auch den Agressive Leader im Fußball. Aber weder ist SOPTIM als Musikensemble bekannt noch als Sportverein. Und schon gar nicht wollen wir, dass bei uns im Haus ein Agressive Leader durch die Büros brüllt und die Mitarbeiter kirre macht. Die sind in der heißen Krankheitsphase doch ohnehin völlig durch den Wind. Ruhe und Entspannung bräuchten sie, das wäre zweifellos eine gute Therapie.

Ruhe würde auch der inneren Unruhe und Verspannung entgegenwirken, die in den ersten sechs Wochen des Jahres ebenfalls extrem ausgeprägt sind. Immer wenn ich in dieser Jahreszeit Kolleginnen oder Kollegen anrufe und ein japsendes „Istgeradeschlechtkannichdichzurückrufen“ als Antwort erhalte, weiß ich: Die oder den hat’s auch erwischt! Der Rückruf bleibt natürlich aus. Sucht man später nochmals den Kontakt, heißt es: „Sorry, hab ich total verschwitzt. Können wir einen neuen Termin machen?“ Wenn man Pech hat, beginnt das Spielchen beim nächsten Anlauf von vorn. Besucht man Betroffene im Büro, kann es leicht vorkommen, dass man komplett ignoriert wird. Vernünftige Gespräche sind kaum möglich. Man kommt an die Leute einfach nicht ran, weil sie sich mental in ihrer eigenen Welt eingebunkert haben.

Immerhin: Ernsthafte Sorgen braucht man sich um die Patienten nicht zu machen. Das Phänomen endet so sicher, wie das Amen in der Kirche erklingt. Mitte Februar nämlich, jeweils punktgenau an einem Donnerstagabend, verflüchtigt sich die Influenza schlagartig.

Die Krankheit heißt – Sie werden es längst erraten haben – E-world-Fieber.

PS: Die ärztliche Schweigepflicht verbietet die namentliche Erwähnung der Patienten.

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