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Wenn die Arbeit zum Vergnügen wird

SOPTIM_Newsletter_Vianden Pumpspeicherkraftwerk

Würden Sie gerne wissen, was SOPTIM-Mitarbeiter in ihrer Freizeit machen? Sie unternehmen natürlich interessante Exkursionen. Wie zum Beispiel meine Kollegen und ich im November letzten Jahres zum größten Pumpspeicherkraftwerk Europas, dem  „Pumpspeicherkraftwerk der Société Électrique de l'Our Vianden“ kurz SEO.

An diesem Pumpspeicherkraftwerk hält unser Kunde, die RWE Power AG, 40,3 %  als Anteilseigener und somit ist die SEO in weitestem Sinne auch unser Kunde.

 

In einem gemeinsamen und sehr erfolgreichen Projekt mit der RWE Power AG, Sparte Wasserkraft, haben wir nämlich ein tolles IT-System namens „ALINA“ implementiert. Dieses System dient der standortübergreifenden Planung, dem Controlling bzw. Monitoring sowie der Kosten- und Budgetüberwachung einzelner Maßnahmen von 40 Wasserkraftwerken an Ruhr, Mosel, Saar und Ruhr. „ALINA“ hilft bei der Beantwortung der Frage: „Wo stehen wir mit unseren einzelnen Maßnahmen aus betrieblicher und aus technischer Sicht?“. Näheres zu diesem spannenden Projekt erfahren Sie in der nächsten Ausgabe unseres Newsletters. Sollten Sie es bis dahin nicht erwarten können, mehr über das Projekt zu erfahren, steht Ihnen Dieter Sonnenschein gerne Rede und Antwort.

 

 

 

 

 

 

 

SOPTIM_Newsletter_Vianden Pumpspeicherkraftwerk

Nun positiv von der Wasserkraft und auch dem Land Luxemburg beeinflusst, sahen wir unserem Ausflug nach Vianden freudig entgegen. Wir wollten erst das Pumpspeicherkraftwerk besichtigen, uns in der Stadt anschließend stärken und zu guter Letzt die berühmte Burg Vianden besichtigen. Wir hatten also ein volles Programm und einen straffen Zeitplan vor uns …

Das Pumpspeicherkraftwerk am 13. November 2014

Die Exkursion am 13.11.2014 zum Pumpspeicherkraftwerk Vianden hatten wir als unser reines Privatvergnügen organisiert. Schnell waren Kolleginnen und Kollegen aus den SOPTIM Niederlassungen Aachen und Essen gefunden, die alle, ohne zu zögern und mit Vorfreude einen Urlaubs-/Freizeittag bereitwillig einsetzen wollten, um bei einer erlebnisreichen Besichtigung dabei zu sein.

Pünktlich kamen wir um 10:30 Uhr in Luxemburg, Vianden, auf dem Parkplatz P5 vor dem Kraftwerk an. Empfangen wurden wir von Herrn Heck von der SEO – Centrale de Vianden. Er leitete die fachliche Führung  und begleitete uns bei unserem Rundgang durch das Pumpspeicherkraftwerk. Zu Beginn schauten wir uns einen Film über die Geschichte und den Ausbau des Kraftwerks an. Von Herrn Heck wurde die Funktionsweise des Pumpspeicherkraftwerks Vianden eindrucksvoll vorgestellt. Mit einer Nennleistung von 1100 MW ist es das größte Pumpspeicherkraftwerk Europas.

Nach dieser interessanten Einleitung konnte es weitergehen. Herr Heck führte uns in den Besucherstollen. Dort  war nicht nur ein Film über das Kraftwerk und seinen Bau zu sehen, sondern auch einige Informationstafeln über Energieerzeugung und –verbrauch: Herr Heck beantwortete auch hier fachmännisch und sehr lebhaft auf seiner lëtzebuergeschen Mundart (eine regionale Variante des Moselfränkischen) jede der zahlreichen Fragen des Teilnehmerkreises. Anschließend folgte ein Rundgang durch die unterirdische Kaverne und die Maschinenhalle mit den im Betrieb befindlichen Pumpturbinen. „Die haben fast den ganzen Berg ausgehöhlt – fantastisch,“ staunt Dieter Sonnenschein auch noch rückwirkend über seine Eindrücke in den unterirdischen Pfaden, „da kann man drin joggen gehen.“

Pumpspeicherkraftwerk

Das Pumpspeicherkraftwerk Vianden ist an das Hochspannungsnetz von RWE Power AG angeschlossen und ist somit Bestandteil des westeuropäischen Verbundsystems. Die RWE Power gewährleistet der SEO die Lieferung des benötigten Pumpstroms zum Antrieb der Speicherpumpen und nimmt den in Vianden erzeugten Spitzenstrom ab. Von hier wird auch der benötigte Pumpstrom bezogen.

Was Sie zu dem Pumpspeicherkraftwerk noch wissen sollten:

Es handelt sich um ein Pumpspeicherkraftwerk, das Überschussenergie speichert und Spitzenstrom erzeugt. Zu den Zeiten, an denen der Verbrauch niedrig ist, z. B. nachts, wird mit der überschüssigen Energie der Grundlastkraftwerke Wasser vom Unter- in das Oberbecken gepumpt (Speicherung).  Steigt der Bedarf an, wird das gespeicherte Wasser aus dem Oberbecken über riesige Rohre (ca. 2 m Durchmesser) auf die Turbinen geleitet. So wird kurzfristig hochwertiger Spitzenstrom erzeugt.

Die gesamte installierte Turbinenleistung beträgt 1096 MW. Im Pumpbetrieb stehen 850 MW zur Verfügung. Seit 2010 wurde das Kraftwerk um eine weitere 200-MW-Pumpturbine „Maschine M11“ erweitert. Diese wurde übrigens ein paar Tage zuvor, während eines Staatsbesuches, von unserem Bundespräsidenten Herrn Gauck eingeweiht. Schade, wir hätten uns gefreut, seine Bekanntschaft zu machen.

 

Pumpspeicherwerk Vianden ist aufgeteilt in ein Kavernenkraftwerk und ein Schachtkraftwerk:

Das Kavernenkraftwerk umfasst 9 horizontal angeordnete dreiteilige Maschinensätze von je 100 MW Turbinenleistung und je 70 MW Pumpenleistung.
Das Schachtkraftwerk besteht aus einem vertikalen zweiteiligen Maschinensatz von 196 MW Turbinenleistung und 220 MW Pumpenleistung.
Das Pumpspeicherwerk Vianden besteht aus 3 Hauptbauwerken:

    • dem Oberbecken mit 2 künstlichen Speichern auf dem Nikolausberg,
      Nutzinhalt: 6.840.000 m³
    • dem Unterbecken, das aus einem natürlichen Stau besteht und durch eine oberhalb von Vianden errichtete Talsperre entstanden ist
    • dem unterirdischen Kraftwerk, das mit dem Oberbecken durch 2 gepanzerte Druckleitungen und mit dem Unterbecken durch 2 Unterwasserstollen verbunden ist

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SOPTIM_Newsletter_Vianden Burg

Die Stadt
Nach der für uns alle sehr beeindruckenden Besichtigung und Führung des Pumpspeicherkraftwerks und des Oberbeckens, die zeitlich länger ausfiel als ursprünglich geplant, ging es weiter zur Stadt Vianden. Hier kehrten wir in eine gemütliche Lokalität ein und gönnten uns eine Ruhepause, während der wir die kulinarischen Vorzüge von Vianden genossen.

Die Burg
Nach unserer Stärkung wollten wir uns noch die Burg Vianden, gebaut vom 11. bis 14 Jh., anschauen. Doch leider gelang uns die Eroberung der Burg an diesem Tag nur teilweise. Bis zu den Toren der Burg kamen wir, dort wartete ein Schild mit den – für uns leider unpassenden – Öffnungszeiten. Schade, aber wenigstens konnten wir die mittelalterliche Burg aus der Ferne bestaunen.


Hiermit endete für uns alle ein erlebnisreicher Exkursionstag, den wir alle sehr genossen haben. Alle Teilnehmer sind einhellig der Meinung, dass dies mit Sicherheit nicht unsere letzte derartige Exkursion gewesen sein soll.

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