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Kundenprozesse besser im Griff: Die Technischen Werke Ludwigshafen haben ihren Energievertrieb IT-seitig auf einheitliche Füße gestellt. (Bild: TWL)

Kundenprozesse besser im Griff: Die Technischen Werke Ludwigshafen haben ihren Energievertrieb IT-seitig auf einheitliche Füße gestellt. (Bild: TWL)

Die TWL wollten ihre Prozesse automatisieren und schneller auf Marktsignale reagieren. Ein einheitliches Vertriebssystem und die Entwicklung von Prototypen gemeinsam mit dem IT-Partner war die Antwort.

Um ihre Position in der neuen Energieland­schaft auszubauen, haben die Techni­schen Werke Ludwigshafen (TWL) 2012 das Restrukturierungsprojekt >TWL 2020< ge­startet. Im Vertrieb agieren unter dem TWL-Dach drei Unternehmen: die Mutter TWL sowie die Töchter Ensys und TWL Energie Deutschland (TED). Ensys und TED arbeiteten mit eigenen EOM-Lösungen, die TWL nutzte SOPTIM VIM.
Eine integrierte Vertriebs-und Beschaffungs­lösung über alle TWL-Unternehmen sollte die Ge­schäftsprozesse stark vereinfachen und auto­matisieren. »Wenn wir die Absatzportfolios in ei­nem gemeinsamen Vertriebssystem bündeln und mit dem integrierten Portfoliomanagement­system koppeln, bekommen wir eine enge Da­tenverbindung zwischen Vertrieb und Beschaf­fung mit nur minimalstem Zeitverzug bei der Datenübertragung«, so Hans-Heinrich Kleuker, Kaufmännischer Vorstand von TWL. »Durch die systemtechnische Verbindung können wir viel schneller auf kurzfristige Energiebedarfs­schwankungen und zunehmend volatile Preise reagieren und darüber hinaus mit noch besser kalkulierten Angeboten mehr Kunden gewin­nen.« Das Unternehmen entschloss sich, auf SOPTIM Energy zu wechseln und bei den beiden Töchtern entsprechend zu migrieren.

BESSER GESTEUERT
Der Wechsel von SOPTIM VIM auf SOPTIM Energy wurde im Mai 2016 abgeschlossen. »Die Benut­zeroberfläche von SOPTIM Energy ist wesentlich ansprechender und die Einarbeitung fällt leich­ter, da diese bedienungsfreundlicher geworden ist«, so Dominik Laos. Programmmanagement von TWL, zu ersten Erfahrungen. Auch ist im Gas­mandant die Abbildung von marktgebiets-und gasqualitätsscharfen Preiszeitreihen möglich. »Das führt dazu, dass wettbewerbsfähige An­gebote gelegt werden können und die Mischkal­kulationen der Beschaffungspreise entfallen.« Das Absatzportfoliomanagement ist als Schnitt­stelle zwischen SOPTIM Energy und SOPTIM PMS implementiert. So ist es möglich, die Vertriebsab­schlüsse direkt per Mausklick in die Beschaffung zu übergeben. »Dadurch sind geringe Risikoauf­schläge notwendig und die Abschlussquote ver­bessert sich nachweislich. Die Zeit für die Über­gabe der Abschlussinformationen verringert sich von D plus eins auf wenige Sekunden«, so Laos. Darüber hinaus stehen in der Partnerschaft zahl­reiche gemeinsame Themen auf der Agenda, be­richtet Benjamin Braun, Project Management von SOPTIM. Diese Themen werden im gemeinsa­men Programm in einzelne Projekte unterteilt. Im Zusammenhang mit dem Energievertrieb wol­len die Partner zum Beispiel die digitalen Ver­triebskanäle optimieren und erweitern. Dafür wird SE Web - das Webportal-Modul der SOPTIM Energy- implementiert. »Darüber hinaus sind er­klärte Ziele, die Prozesse für die Vertriebsmitar­beirer der TWL zu verschlanken und sowohl Mit­arbeitern als auch Führungskräften aussage­kräftige Auswertungen in Echtzeit zur Steue­rung ihrer Aktivitäten zur Verfügung zu stellen.«

PROGNOSEN FÜR AUSGLEICHSENERGIE
Ende 2015 haben die beiden Unternehmen zu­dem eine Entwicklungspartnerschaft geschlos­sen. »In einem sich verändernden Geschäftsum­feld mit einem Partner zusammenzuarbeiten, der sich den Herausforderungen proaktiv stellt und an der Spitze der Entwicklung marschiert, ist für uns sehr wertvoll«, so SOPTIM-Vorstand Andreas Duve. »Schon heute - und zukünftig verstärkt - kommen auf die Energiebranche Aufgaben und Prozesse zu, die sich in vorhandenen IT-Stan­dardprodukten nicht adäquat abbilden lassen.« In den darauffolgenden Wochen und Monaten haben sich die Partner darüber beraten. wie sich neue Produkte und Services für die unterschied­lichen Kundengruppen am einfachsten und schnellsten in den vorhandenen Systemen um­setzen lassen. Konkret bestand etwa Hand­lungsbedarf beim Thema Kurzfristprognose. »Aufgrund der hohen Volatilität am Ausgleichs-energiemarkt ist es notwendig, Risiken mittels einer genauen Kurzfristprognose zu minimieren. Diese Schwankungen werden in Zukunft noch weiter zunehmen«. berichtet Loos. »Aktuell hat TWL nicht die optimalen Tools, um die Prognosegüte weiter zu verbessern.«
Hier sehe man in Verbindung mit dem seit Ende 2016 bei TWL im Test befindlichen Modul SOPTIM Plus Prognose erheblich Optimierungspotenzia­le. Stefan Heimel Experte für Prognose bei SOPTIM erläutert das Modul: »Unser Prognose­modell sorgt dafür, dass die notwendigen und vorhandenen Einflussgrößen automatisch ermit­telt und in einem passenden Prognoseverfahren verwendet werden.« Zugleich würden diverse Kennzahlen generiert, die bei der Bepreisung des Kunden für die Festlegung von Risikozuschlägen und für das nachgelagerte Qualitäts- und Kun­denmonitoring verwendet werden können.  
»Durch die Verbesserung der Prognosegüte se­hen wir die Minimierung des Ausgleichsenergie­risikos«, so Loos. Der Test habe in einer ersten Phase bisher eine Verbesserung von 80 Prozent der Zählpunkte bewirkt, nennt er ein Ergebnis. Auch würden die Mitarbeiter durch den hohen Automatisierungsgrad entlastet.
Mitte Januar 2017 werde man die zweite Stufe der Testphase analysieren und darauf aufbau­end die detaillierten Ergebnisse hinsichtlich Pro­gnosegüte und Verbesserung erhalten. »Die ers­ten Daten sind vielversprechend.«
Im Rahmen der Weiterentwicklung der SOPTIM Energy Suite wollen die Partner fur spezielle Anforderungen gemeinsam Prototypen entwickeln und zur Serienreife bringen. Konkret arbeiten die Partner im Moment daran, eine lntraday "Han­delslösung zur optimalen Bewirtschaftung des Kraftwerkparks und der Power-to-heat-Anlage der TWL zu entwickeln »Fokus dieser Lösung ist eine hochautomatisierte Abwicklung der Prozes­se ohne großen Personaleinsatz. Dies soll Lieber die Implementierung von komplexen Auto- und Algo-Trader-Funktionalitäten im Intraday-Han­del erreicht werden«, so Braun.

GEMEINSAME PROJEKTTEAMS
Alle potenziellen Aufgaben sammelt und struk­turiert man in einem gemeinsamen Themen­speicher. Diese Themen werden dann von TWL priorisien und in kurzfristigen Sprints gemeinsa­mer Teams bearbeitet Die Teams bestehen je­weils aus den benötigten Spezialisten beider Häuser, unter anderem aus den Bereichen IT, Un­ternehmensentwicklung, Beratung Sales, Be­schaffung und Energievertrieb.
Die unternehmensübergreifenden Projektteams beschäftigen sich derzeit mit verschiedenen Themen. So soll zum Beispiel die Prognosegüte durch smarte Einbindung des Kunden verbessert werden, oder auslaufende Verträge über eine neue Ansicht besser vom jeweiligen Energiever­trieb überwacht und automatisiert weiter bear­beitet werden.

Ansprechpartner: 
Stephanie Lemken
Leiterin Kommunikation und Marketing
Tel. +49 241 894 91-4111 

Veröffentlichung:

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+49 241 918 790

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