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Duve: "Künstliche Intelligenz ist schon lange keine Vision mehr"

Aachen (energate) - Andreas Duve, Vorstand des Software-Spezialisten SOPTIM, schreibt im Gastbeitrag über die Geschichte der künstlichen Intelligenz, die allmählich auch ihren Weg in die Energiewirtschaft fndet.

"Wir leben in einem digitalen Zeitalter, in dem Technologien wie künstliche Intelligenz (KI), Internet der Dinge (IoT) und Augmented Reality (AR) versprechen, unser Leben zum Besseren zu verändern. Häuser sind schon jetzt mit intelligenten Assistenten wie Alexa oder iRobot ausgestattet, und bald wird es eine Fülle von Instrumenten geben, die über Sprachbefehle oder mobile Apps gesteuert werden. Die Idee, Vorgänge des menschlichen Denkens automatisieren oder mechanisieren zu lassen, ist allerdings schon viel älter: Ende der 1960er Jahre entwickelte Joseph Weizenbaum vom MIT das Programm ELIZA, in dem der Dialog eines Psychotherapeuten mit einem Patienten simuliert wurde. In den 1980er Jahren wurde der KI, parallel zu Fortschritten bei Hard- und Software, die Rolle einer Schlüsseltechnologie zugewiesen. Man erhoffte sich vielfältige industrielle Anwendungen und eine Ablösung 'eintöniger' menschlicher Arbeit. Nachdem aber viele Prognosen nicht eintrafen, reduzierten Industrie und Forschungsförderung ihr Engagement wieder.

Unaufhaltsam nimmt die Rechenleistung von Computern seit über 50 Jahren mit exponentieller Geschwindigkeit zu. Das menschliche Gehirn hingegen ist in seiner Leistungsfähigkeit nahezu konstant. Dies prägt den Begriff der technologischen Singularität für den Zeitpunkt, an dem die Leistungsfähigkeit von Computern die des menschlichen Gehirns voraussichtlich übertreffen wird. Tatsächlich übertreffen kostspielige Supercomputer die geschätzte Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns heute schon deutlich. Man simuliert die neuronalen Netze im natürlichen Gehirn durch künstliche neuronale Netze mit Hilfe von Software im Computer. Bei einem Experiment im Sommer 2017 entschieden sich zwei Bots, nicht mehr mit der ihnen zugewiesenen Sprache Englisch untereinander zu kommunizieren, sondern in einer selbst entwickelten Geheimsprache, die von den beteiligten Forschern nicht mehr verstanden wurde. Das Experiment wurde daraufhin abgebrochen. Es entwickelten sich Befürchtungen, dass KI über das Internet in einer Geheimsprache kommunizieren könnten, ohne dass Menschen dies noch registrieren würden.
Forscher der Universität Zürich und des Forschungskompetenzzentrums NCCR Robotics haben im Januar 2018 eine KI vorgestellt, die eine Drohne sicher durch eine Stadt führt. Die Drohne ist lediglich mit einer einfachen Smartphone-Kamera bestückt. Die eigentliche Leistung vollbringt die KI, die zwischen statischen und bewegten Objekten unterscheiden kann und der Drohne den Weg weist. Die KI schafft es sogar, die Drohne durch Parkhäuser und Büro􀀁ure zu steuern, obwohl sie dafür nicht eigens trainiert wurde. Mögliche Einsatzgebiete wären Paketlieferungen, Überwachungsaufgaben oder Rettungseinsätze. Ebenfalls im Januar 2018 meinte Sundar Pichai, CEO von Google, die aktuelle Entwicklung der künstlichen Intelligenz sei für den Werdegang der Menschheit bedeutender als die Entdeckung des Feuers und der Elektrizität. Deshalb sei es wichtig, dass die Gesellschaft sich mit dem Thema auseinandersetze. Nur so könne man die Risiken eingrenzen und die Potenziale ausschöpfen. Schon heute setzt Soptim neuronale Netze für die Prognose ein. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann KI konkret intelligente Netzsteuerung übernimmt oder externe und mobile Speicher beispielsweise aus der E-Mobilität sich durch eigene Algorithmen selbst optimieren." /Andreas Duve

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