Zurück in die Zukunft

Freitag, 28. Juli 2017 28.07.2017 von Wolfgang Thiele 2 Kommentar

Neulich bei einem Kolloquium der RWTH Aachen zum Thema „Digitale Speicher Communities“. Im Hörsaal saßen unter anderem auch wir und Dr. Herbert Tröscher. Mit Dr. Tröscher verbindet uns mehr als eine rege und ergiebige Diskussion um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Energiewirtschaft. Er war es, der vor 46 Jahren die Initialzündung auslöste, SOPTIM zu gründen.

Als Abteilungsleiter beim RWE gab er uns den allerersten Auftrag: die Weiterentwicklung und Installation eines Systems, mit dem ein großer Kraftwerkspark einsatzoptimiert und ausgebaut werden kann. Der Kontakt kam über die Hochschule zustande – heute würde man von einem Spin-off sprechen. Dr. Wolfgang Thiele war damals an der Hochschule Assistent seines Partners Dr. Roland Bieselt, gemeinsam arbeiteten sie dort an diesem System. Und gemeinsam stellten sie es auf die speziellen Verhältnisse des RWE um und installierten es auf dem Rechner in Essen – als SOPTIM Ingenieurbüro GmbH. 

Dr. Tröscher hat aber noch mehr angeregt: beispielsweise viele Überlegungen zur dezentralen Energieerzeugung. Wie können kleine Einheiten dezentral Strom und Wärme erzeugen? Was mittlerweile unter dem Begriff Blockheizkraftwerk bekannt ist, war vor über 40 Jahren absolutes Neuland. In umfangreichen Studien wurde schon damals modelliert und simuliert, unter welchen Rahmenbedingungen solch ein System sinnvoll eingesetzt werden kann. Der Einsatz eines Blockheizkraftwerks gilt heutzutage aufgrund seiner wirtschaftlichen und ökologischen Bilanz als überaus innovativ und ist auch mit kleinen Einheiten in Privathäusern möglich.  

Aus den Augen – aber nicht aus dem Sinn – geraten, war der von Dr. Tröscher telefonisch angekündigte Besuch in Aachen eine freudige Überraschung. Gemeinsam zu dem Kolloquium zu gehen, hatte durchaus einen triftigen Hintergrund: Bereits damals haben wir mit ihm überlegt und diskutiert, wie ungenutzte Energie gespeichert und später verwendet werden kann.  

In 46 Jahren hat sich vieles verändert. Wir haben uns verändert. Aus dem Zwei-Mann-Büro hat sich ein Software- und Beratungsunternehmen mit knapp 300 Mitarbeitern entwickelt. Geblieben sind das Thema Energiewirtschaft und unser Streben, optimale Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln. Die große Herausforderung lautet heute: Digitalisierung.

Kommentare

Siegfried Kaufmann schrieb am Dienstag, 2. Januar 2018, 09:18 Uhr:
1975 im August bin ich zu SOPTIM gekommen und habe wenig später auch Dr. Tröscher kennengelernt. Er gab uns den Auftrag seine Mitarbeiter in Fragen von Brennstofflogistik und Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu unterstützen. Das war eine sehr spannende Zeit, an die ich mich gerne zurück erinnere. Zumal mich und meine SOPTIM-Team diese Fragestellungen bis heute begleiten.
Prof. Dr. Roland Zeise schrieb am Donnerstag, 30. November 2017, 07:24 Uhr:
Auch ich erinnere mich gerne an die Zeiten in denen wir gemeinsam in der Abt. F-AIP im RWE zusammen mit Herrn Dr. Thiele innovative Modelle für die Ausbauplanung von Kraftwerken und Übertragungsnetzen entwickelt haben. Herr Dr. Thiele und Herr Dr. Tröscher gaben mir damals wertvolle Impulse zu Entwicklungen, die auch noch heute 40 Jahre später zum Einsatz kommen. ProF. Dr.-Ing. Roland Zeise Hochschule Düsseldorf .

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