Rechnet sich das?

Montag, 19. Juni 2017 19.06.2017 von Hubertus Lemken 1 Kommentare

Da steht das neue Auto zuhause auf dem Hof und schon ist man mit Freunden und Nachbarn im Gespräch:

Wie viel PS hat der? Wie schnell fährt der? Was verbraucht der? Hat der Navi? Es wird Xenon gegen LED-Lampen abgewogen. Kurzum: Wenn man nicht gerade das Statussymbol für die Leute gekauft hat, die kein Statussymbol brauchen :-), ist Emotionalität im Spiel.

Ähnlich verhält es sich mit vielen anderen Sachen. Mit dem neuen Fernseher: Hat der 4K? Ist der onlinefähig? Welche Diagonale hat der? Oder mit dem neuen iPhone! Und Ihnen fallen sicherlich noch viele andere Dinge ein.

Mit Diskussionen darüber kann man dann einen Abend bei einem Bier mit Blick auf das neue Auto oder den neuen Fernseher locker verbringen.

Ich habe mir auch etwas neues gekauft: Eine PV-Anlage! Jetzt könnten die spannenden Diskussionen starten: Wie viel KW-Peak hat die? Hat die eine APP-Steuerung? Aus wie vielen Strings besteht die? Wie viel Dachfläche braucht die? – Aber welche Frage wird mir seitdem laufend gestellt? „Rechnet sich das?“

Diese Frage beim Erwerb eines Autos oder gar eines iPhones zu stellen, fühlt sich völlig lächerlich an. „Rechnet sich das?“ Wann rechnet sich denn ein Auto? Vielleicht rechnet man sich das eine oder andere schön, aber auf die Frage wäre ein Neu-Autobesitzer wahrscheinlich nicht vorbereitet.

Als Neu-PV-Anlagenbesitzer bin ich auf diese Frage vorbereitet. Ich habe die Anschaffungskosten, die Einspeisevergütung, den eigenverbrauchten Strom und die steuerlichen Auswirkungen inklusive Umsatzsteuer und so weiter im Kopf, um Rede und Antwort zu stehen. Also: Ich kann mich für den Kauf rechtfertigen. Denn in der Tat habe auch ich mich im Vorfeld genau damit auseinandergesetzt und mein Anlageninstallateur kam beim ersten Besuch auch schon mit einer vorgefertigten Rentabilitätsberechnung zu mir. Geld ist das Hauptmotiv für den Kauf einer PV-Anlage.

Das ist doch schade, oder? Wenn ich mich aktiv an der Energiewende beteilige, muss ich mich rechtfertigen; für den Erwerb eines Gerätes, das fossile Ressourcen verbrennt, nicht. Das zeigt mir, dass die Energiewende auf den Konten, aber nicht in den Köpfen angekommen ist. Vielleicht ändert sich das ja alles noch. Vielleicht sitzt man dann mit seinen Nachbarn im Garten, schaut auf die PV-Anlage und freut sich gemeinsam, dass man den Strom zur Kühlung der Flasche Ouzo selber erzeugt hat.

Unter @hlemken können Sie meinen weiteren Erfahrungen zu PV und Hausautomatisierung auch auf Twitter folgen oder unter LinkedIn unter meinem guten Namen. 

Kommentare

Nachbar schrieb am Montag, 19. Juni 2017, 16:17 Uhr:
Ich kann diese Erfahrung teilen und bestätigen!!! Selbst erzeugter Strom bereitet Freude! Sei ein Teil der Energiewende...

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