Messwerte kommen vom Netzbetreiber – Denkste!

Donnerstag, 25. Januar 2018 25.01.2018 von Werner Tesch 0 Kommentar

Mit der Digitalisierung der Energiewende kommt nicht nur die Pflicht zur Installation elektronischer Zähler oder Smart Metern, nein es ändert sich auch der Messdatenempfang und zwar für jeden berechtigten Empfänger.
Ab 2020 kommen die Messwerte direkt von der zentralen Daten-Drehscheibe – dem Smart Meter Gateway – an den Empfänger, den sogenannten externen Marktteilnehmer (EMT). Aber Achtung – für Messstellenbetreiber (MSB, s.u.) greifen die Anforderungen bereits mit Start des Interimsmodells!

Erst ab 2020 beginnt dann für den gesamten Markt eine neue Welt: die sternförmige Kommunikation wird eingeführt: Jeder Empfänger, ob Netzbetreiber, Messstellenbetreiber oder Lieferant, erhält die Messwerte ohne Umweg über den Verteilnetzbetreiber direkt aus dem Smart Meter Gateway. Und diese Kommunikation geschieht verschlüsselt.

Damit erlangt das Thema Informationssicherheit zentrale Bedeutung, denn ohne Zertifikate gibt es zukünftig keinen Zugriff auf Messdaten, keinen Empfang von Messwerten!

Um Zertifikate und Schlüssel beantragen zu können, ist die Teilnahme an der Smart Meter Public Key Infrastruktur (PKI) Pflicht! Dafür muss ein passiver externer Marktteilnehmer (pEMT) – also z.B. ein Lieferant – so etwas wie ein „digitales Führungszeugnis“ oder einen „PKI-Führerschein“ für den Umgang mit dem privaten Schlüssel besitzen, offiziell Sicherheitskonzept genannt. Und zwar jeder!  Denn:
•    ohne Sicherheitskonzept keine Schlüssel und Zertifikate!
•    ohne Sicherheitskonzept keine Messwerte!

Die gute Nachricht: Bis 2020 gelten die Regelungen im Interimsmodell, d.h.:
•    Beim Messwertempfang bleibt alles beim Alten
•    Schonfrist und Vorbereitungszeit bis 31.12.2019

Also: Die nächsten 2 Jahre zur Vorbereitung nutzen! Gemeinsam mit sbc das unternehmensspezifische Sicherheitskonzept für den Umgang mit dem privaten Schlüssel erstellen.

Achtung MSB: MSB übernehmen im Interimsmodell vom Start weg die zentrale Aufgabe des Empfangs und der Weiterverteilung der Messwerte:
•    PKI-Teilnahme schon ab Start des Smart-Meter-Rollouts
•    Vorbereitungszeit nur bis Q1/ 2018
•    Messstellenbetreiber müssen daher schnell das unternehmensspezifische Sicherheitskonzept für den Umgang mit dem privaten Schlüssel erstellen

Kommentar schreiben

Ihr Kontakt Stephanie Lemken Was kann ich für Sie tun?
+49 241 918 790

Direkt anrufen