FuckUp Night – oder aus Fehlern lernt man

Montag, 17. Dezember 2018 17.12.2018 von Kinga Nowacka 0 Kommentar

Die Teilnahme am Corporate Culture Jam (wie hier schon berichtet) ist auch an mir nicht spurlos vorbeigegangen. Ich habe viele interessante Gedanken und Themen mitgenommen und möchte einige weiterverfolgen.

Was mich sehr neugierig gemacht hat und ganz oben auf meiner Liste dick und fett stand: FuckUpNight.
Nach einer schnellen Recherche bei einer einschlägigen Videostreamingplattform wusste ich, dass es sich dabei um eine Veranstaltung handelt, die sich mit einem der aktuellsten Themen im Zeitalter der digitalen Transformation beschäftigt: der Fehlerkultur.

Bei den FuckUpNights, die weltweit veranstaltet werden, berichten Menschen aus verschiedenen Branchen und Beschäftigungsbereichen über ihr Scheitern.
Oftmals geschieht das in einer unterhaltsamen Art, in der über die begangenen Fehler und das Scheitern an sich gelacht werden kann.
Die Kernaussage solcher FuckUp Nights ist, dass es zwar unschön ist, Fehler zu begehen und diese auch Folgen haben, aber ein offener Umgang damit Anderen hilft, diese nicht zu wiederholen und sich bei eigenen Fehltritten nicht wie der schlechteste Mensch der Welt zu fühlen.

Nach meinen Nachforschungen war mir klar: Da will ich hin!
Bei einer noch schnelleren Recherche mit der dominierenden Suchmaschine, war das nächste Event dieser Art nicht weit weg gefunden: die FuckUpNight in Mönchengladbach.

Über unsere unternehmensinterne Kommunikationsplattform waren schnell andere Interessenten organisiert und  sogar Partner infiziert. Also verbrachte eine kleine SOPTIM Gruppe plus Anhang den Dienstagabend in einer stimmungsvollen Mönchengladbacher Fabrikhalle.

Wie immer bei solchen Veranstaltungen sind es die Referenten und deren Beiträge, die die Stimmung ausmachen. An diesem Abend waren die Inhalte bunt gemischt und die Stimmung ausgelassen, denn jeder Präsentierende hatte einen anderen Schwerpunkt und eine andere Pannenart in seinem Vortrag.

Der erste Vortragende berichtete über ein schweres Versagen der Technik und der zeitlich kritischen Lösung seines Projektes. Mit dem Fazit: Habe immer einen Plan B in der Hinterhand. Die nächste Referentin schilderte ihre Erfahrungen zum Wandel in der Unternehmenskultur und dass es dabei um das Miteinander der Menschen geht und nicht das Umstellen von Prozessen.  Danach folgte ein sehr persönlicher Bericht über den Weg von einem holprigen, mehrfach misslungenen, beruflichen Werdegang zu einer erfolgreichen Unternehmerin. Der abschließende Vortrag verdeutlichte sehr anschaulich, mit welchen Problemen und Stolperfallen eine Gründung verbunden sein kann … und dass man seine Reisepapiere gründlich vor Antritt checken sollte.

Bei allen kam deutlich heraus: Fehler sind normal und sie gehören dazu. Man muss sich deswegen nicht in Grund und Boden schämen (solange man denselben nicht allzu oft wiederholt J ). Und auch wenn man Fehler macht, kann man trotzdem (oder gerade deswegen) eine vielversprechende Karriere einschlagen oder ein Projekt erfolgreich zum Ende bringen.

Im Rahmen einer Veranstaltung mit so vielen Zuhörern war die Offenheit der Vortragenden für mich erst einmal ungewöhnlich. Fragen aus dem Publikum wurden, meinem Eindruck nach, ehrlich beantwortet und mit konkreten Sachverhalten/Erlebnissen untermalt. Dadurch bekam ich für mein eigenes Vorgehen neue Denkanstöße und hatte nicht das Gefühl, belehrende und theoretische Anweisungen zu erhalten.

Der Abend war also für mich persönlich gut investierte Zeit. Vor allem konnte ich aus diesem Abend direkt 3 Lehren aus meinem eigenen FuckUp ziehen, die ich hier gerne teile:
1) Checke die durchgeführte Tätigkeit, solange du sie noch korrigieren kannst.
2) Nimm Menschen mit ins Boot, die den Teil kompetenter ausführen können, den du selbst nicht gut machst.
3) Übe noch ein bisschen, wenn du eine Selfie-Queen-Karriere ansteuern möchtest.

 

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