Entgelttransparenzgesetz – proaktiv, pragmatisch, positiv!

Montag, 28. Mai 2018 28.05.2018 von Silke Barthel 0 Kommentar

Seit diesem Jahr gilt das Entgelttransparenzgesetz und auch wir mit knapp über 300 Mitarbeiter*innen sind somit auskunftspflichtig, wenn ein*e Mitarbeiter*in mehr über die Gehaltsgerechtigkeit wissen möchte.

Hm, das hat uns schon vor eine Herausforderung gestellt. Wir sind nicht tariflich organisiert, weil wir glauben, dass wir mit individuellen Vereinbarungen mehr Flexibilität für beide Seiten erreichen. Also gibt es auch keine tariflichen Gehaltsgruppen, dazugehörigen Aufgabenbeschreibungen und Niederschrift der erforderlichen Kenntnisse. Heißt: so mir nichts, dir nichts fällt es uns schwer, Vergleichsgruppen zu bilden.

Zumal der Gesetzgeber in der Ausführung recht schwammig bleibt und ich Tage damit hätte verbringen können, mir alle Interpretationen, arbeitsrechtlichen Auslegungen etc. zu Gemüte zu führen. Das ist nichts für mich, ich bin lieber in Kontakt mit den Menschen.

Wie lösen wir das also möglichst pragmatisch, aber doch so, dass wir einen ehrlichen Blick erhalten, wie wir in dem Thema unterwegs sind?

Wir haben uns also im ersten Schritt darauf beschränkt, die Gruppen mit den meisten Kolleg*innen zu betrachten: Softwareentwickler*innen und Berater*innen. Zum einen erreichen wir hier eine ausreichend große Vergleichszahl, zum anderen haben wir hier intern bereits Abstufungen festgelegt. Also z.B.: welche Kenntnisse und Fähigkeiten sollte ein*e Junior Softwareentwickler*in mitbringen, welche Hauptaufgaben sind zu erledigen? Und hierüber können wir die Gruppen bilden. 

Nun noch aufgeteilt nach Geschlechtern und die jeweiligen Mediane gebildet - fertig. Und erleichtert, dass die Zahlen mein Bauchgefühl, nämlich, dass wir gut unterwegs sind, bestätigen. Mal liegt der Mediane bei den männlichen Kollegen etwas höher, mal bei den weiblichen Kolleginnen. Und immer in einem geringen Rahmen.

Und dies gilt also für knapp 78% unserer Kolleg*innen.

Für den Rest gilt: Hier gibt es keine logisch zu bildenden Vergleichsgruppen, die mehr als 5 Kolleg*innen des jeweils anderen Geschlechts beinhalten. Daher schauen wir uns den Einzelfall genauer an, wenn wir eine Ungerechtigkeit vermuten oder uns eine Anfrage erreicht. 

Mein Fazit: es hat sich gelohnt, proaktiv hinzuschauen. Hat gar nicht weh getan und das Ergebnis bestätigt, dass der Gerechtigkeitssinn bei SOPTIM groß geschrieben wird, auch ohne Gesetze.

 

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