Blackout@FH Aachen

Soeben wurde bekannt, dass Hacker planen, ins Datennetz der SOPTIM AG einzudringen.
Donnerstag, 5. Oktober 2017 05.10.2017 von Heiner Halbach 0 Kommentar

„… Wie verbreitet man die Nachricht, dass ein Computersystem ein Loch hat? Manche sagen gar nicht, weil sie fürchten, wenn man den Leuten sagt, wie man Sprengstoff herstellt, basteln sie Bomben. …“ schreibt Clifford Stoll bereits 1989 im Nachwort zu seinem Buch „Kuckucksei“. Dort beschreibt er, wie Hacker in das Datennetz des Pentagon eingedrungen sind und wie er anhand eines Abrechnungsfehlers von 75 Cent für in Anspruch genommene, aber nicht bezahlte Rechenzeit auf deren Spur stieß. Inzwischen sind 28 Jahre vergangen und wir haben uns daran gewöhnt, dass regelmäßig Sicherheitsupdates für Betriebssysteme und Anwendungs­programme veröffentlicht werden, um neue Löcher zu schließen. Das macht deutlich, dass das Thema nach wie vor aktuell ist und die Einbrecher ihren Verfolgern regelmäßig um eine Nasenlänge voraus sind.

Nun ist die SOPTIM AG als Angriffsziel nicht mit dem Pentagon zu vergleichen und wir stehen auch keiner weltweit organisierten Community gegenüber. Darüber hinaus geht es im Rahmen von Blackout@fh-aachen nicht darum, Informationen zu stehlen oder andere kriminelle Aktionen durchzuführen, sondern um die Möglichkeit, gezielt Haustechnik zu manipulieren und zu zeigen, dass dies mit relativ einfachen Mitteln machbar sein könnte. Wie bedenklich ist das eigentlich, wenn allerorten Smart-Home-Lösungen propagiert und in Betrieb genommen werden? Welche Mechanismen entwickeln wir, um möglichst schnell festzustellen, dass Manipulationen stattfinden? – Zugegeben: Jeder Einzelne stellt vermutlich kein lohnendes Ziel für einen Angreifer dar, aber wenn gleichzeitig eine große Zahl von Systemen betroffen sein sollte …

„Awareness“ heißt das Stichwort, unter dem dieser Blog steht – Wir wollen herausfinden ob wir bereit sind, dem Risiko von Eindringlingen in unser Netzwerk mit geeigneten Gegenmaßnahmen zu begegnen, wenn wir schon nicht in der Lage sein sollten, den Angriff von vornherein zu verhindern. Wir werden in den nächsten Tagen und Wochen über das, was geschieht, berichten und sind gespannt, welche Wege das studentische Team wählen wird und welche Erkenntnisse wir gemeinsam aus diesem Projekt gewinnen können.

Die komplette Berichterstattung zu dem Projekt erfolgt hier:
Fhac.de/Blackout_Hackerangriff

Zudem kann die Kampagne unter den Hashtags #Safernet und #SafeITfirst bei Twitter verfolgt werden. 

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