Unterstützung für die Prozesse des Versorgungsmanagements im liberalisierten Energiemarkt Drucken

Die Liberalisierung des deutschen Energiemarktes seit 1998 eröffnet allen Stromkunden die Möglichkeit, sich den Lieferanten für elektrische Energie den eigenen Bedürfnissen entsprechend frei zu wählen. Die sich daraus ergebende, neue Versorgungsstruktur erforderte seitens der Stromlieferanten die Einführung bzw. den Aufbau eines Versorgungsmanagements, da nun nicht mehr nur Kunden im "eigenen" Netzgebiet versorgt werden, sondern auch Kunden beliefert werden können, deren Lieferstellen im Gebiet anderer Netzbetreiber liegen.

 

Dies war die Motivation zu dem hier beschriebenen System für einen Stromlieferanten, welches zu der Zeit der ersten Verbändevereinbarung entstand. Diese Vereinbarung regulierte die Prozesse sowie die zugehörigen Rechte und Pflichten der Marktteilnehmer im liberalisierten Energiemarkt. Im Laufe der Zeit wurde das System kontinuierlich erweitert und an die jeweils gültigen gesetzlichen Vorgaben angepasst.


Aufgabenstellung

  • Realisierung einer datenbankgestützten Anwendung zur Verwaltung der Daten und Unterstützung der Prozesse für Durchleitung, Beistellung und Netznutzung
  • Realisierung von applikationsspezifischen Pflege-, Anzeige- und Auswertungsfunktionen
  • Realisierung von Schnittstellen zu den Umsystemen (z.B. zu einem CRM-System)
  • Realisierung von Marktschnittstellen (UTILMD)


Ziele

Es sollte ein leistungsfähiges Werkzeug für das Versorgungsmanagement erstellt werden, welches einen weitgehend automatisierten Ablauf aller regulären Prozesse in diesem Umfeld ermöglicht.


Projektkennzahlen

  • Projektlaufzeit: 10 Jahre
  • Anzahl Mitarbeiter: 1-10
  • Anzahl User/Anwender: ca. 30


Leistungsmerkmale

Mit der durch die SOPTIM AG entwickelten Software wird der folgende Funktionsumfang zur Verfügung gestellt:
  • Verwaltung von Lieferstellendaten (Stammdaten, energiewirtschaftliche Daten, Zählpunkte, etc.)
  • Verwaltung von Marktteilnehmerdaten (Netzbetreiber, Stromlieferanten) und den zugehörigen Informationen (Stammdaten, NN-Konditionen, Messkosten, Vertragsverhältnis, Steuerparameter für den Datenaustausch, Kontaktberichte/Notizen, Ansprechpartner, etc.)
  • Bidirektionale Auftragsschnittstelle zur Kommunikation mit den Kundeninformationssystemen (CRM-Systemen) des Vertriebs
  • Automatisierte Unterstützung der Prozesse bei der Versorgungsklärung (Anmeldung, Kündigung beim alten Lieferanten) und -beendigung (Abmeldung)
  • Verwaltung der mit den Marktteilnehmern ausgetauschten UTILMD-Meldungen (Anmeldungen, Abmeldungen, Änderungsmeldungen, etc.) inklusive der darin enthaltenen Lieferstelleninformationen
  • Schnittstellen zur Bereitstellung von Daten (u.a. Markteilnehmerdaten, Konditionen) für verschiedene Organisationseinheiten sowie externe Systeme (z.B. SAP, Intranetanwendungen)
  • Sicherung der Datenbestände gegen nicht autorisierte Zugriffe durch eine Rechteverwaltung

Das System wurde als Client-/Server-System auf ORACLE-Basis mit einem MS-ACCESS-Client entwickelt. Hintergrundapplikationen (ebenfalls MS-ACCESS) dienen zur Automatisierung verschiedener Prozesse.

 

 

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