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SOPTIM schließt Forschungsprojekt Finesce erfolgreich ab

AACHEN, OKTOBER 2015. Gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung zeigte die SOPTIM AG im EU-Forschungsprojekt Finesce, wie der Ausgleich von flexiblen industriellen Lasten und Erneuerbaren Energien aus einem virtuellen Kraftwerk funktionieren kann. Die Ergebnisse wurden am 15./16. September auf einer Abschlusskonferenz in Berlin präsentiert.

Finesce ist ein EU-Forschungsprojekt im Rahmen des Programms „Future Internet Public Private Partnership”. An sieben verschiedenen Standorten, sogenannten „trial sites“, wurde erprobt, wie zukünftig volatile Erzeugung und Verbrauch in Einklang gebracht werden und wie unter diesen Bedingungen intelligente Netze – Smart Grids – die Versorgung sicherstellen können.

Gemeinsam mit dem E.ON Research Center und dem Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen, dem Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) e. V. sowie den Firmen Honeywell und QSC entwickelte SOPTIM eine IT- und Kommunikationslösung, mit deren Hilfe flexible Lasten einer Fabrik die volatile Erzeugung eines virtuellen Kraftwerks über die Demand Side Management ausgleichen können.

SOPTIM nutzte dafür die gemeinsame IT- und Kommunikationsstruktur von Finesce mit ihren offenen, lizenzfreien Schnittstellen und Software-Bausteinen. Auf diesen Strukturen können Unternehmen mit eigenen IT-Lösungen andocken. Mit den Funktionseinheiten von Finesce sparen sie Kosten und Entwicklungszeit für innovative Anwendungen. Ziel des Projektes war es, die Grundlage für eine weitreichende Vernetzung und damit für einen digitalisierten europäischen Energiemarkt zu schaffen.

Für die „trial site“ Aachen wurde auf Basis dieser Infrastruktur ein Virtuelles Kraftwerk errichtet, in welchem Wind-, Solar- und Biomasseanlagen zu einer Einheit zusammengefasst sind. Mit Hilfe aktueller Ist- und Prognosedaten sorgt ein „Erzeugungs-Manager“ für Information über die erwartete Leistung des virtuellen Kraftwerks. Auf der Gegenseite errechnet ein „Last-Manager“ ein Bündel aus verschiedenen, möglichen Produktionsplänen und damit verschiedene mögliche Lastgänge der Fabrik. Der „Energie-Ausgleichsrechner“ der SOPTIM AG nimmt die Informationen von beiden Seiten entgegen und errechnet den bestmöglichen Fahrplan für beide Parteien.

Im Projekt der trial-site Aachen war die Nutzung der Finesce-Infrastruktur ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Sie erlaubte es, Kommunikationsinhalte und individuelle Funktionalität von den Kommunikationsstrukturen zu trennen. Erzeugungs- und Lastmanager sowie der Ausgleichsrechner sind stationär installiert – über die Finesce-Infrastrukturen werden die Interoperabilität und die Kommunikation sichergestellt. „Damit haben wir demonstriert, wie man die Vorteile von Cloud-Infrastrukturen sinnvoll nutzen kann, ohne die gesamte Hoheit über Daten- und Prozesse aufgeben zu müssen“, kommentiert Heiner Halbach, Technikvorstand bei SOPTIM. „Wir konnten zudem zeigen, wie Demand-Side-Management in der Praxis funktionieren kann. Die Lösung ist mandantenfähig und offen und kann jederzeit weitere Teilnehmer, wie Erzeuger, Händler oder Verbraucher aus Industrie und Gewerbe integrieren und damit einen Beitrag zur Energiewende leisten.“

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