Digitale Transformation –

auf dem Weg zum Digital Transformer
Freitag, 9. Dezember 2016 09.12.2016 von Andreas Duve 2 Kommentar

Digitalisierung ist für die SOPTIM AG eigentlich ein vertrautes Terrain. Das dachten wir zumindest am Anfang, als wir uns im Vorstand mit dem Themenkomplex „Digitalisierung“ auseinandergesetzt haben. Denn, seit der Unternehmensgründung 1971, entwickeln wir Software für energiewirtschaftliche Prozesse – und das von Netzleittechnik bis zum Energiehandel.

Peter Glaser, bekannter Publizist und Ehrenmitglied des Chaos Computer Clubs, hat das Ausmaß von Digitalisierung auf eine markante Formel gebracht: „Alles, was digitalisierbar ist, wird digitalisiert werden. Alles.“ Das heißt, dass auch jedes Unternehmen unweigerlich davon betroffen ist, unabhängig davon, ob es in der IT Branche oder in anderen Bereichen tätig ist.

Nun allerdings steht die vielleicht größte Herausforderung unserer Unternehmensgeschichte bevor: Digitalisierung! Das vielzitierte Zahlenduo aus 0 und 1 transportiert eine Botschaft, die sich im Wesentlichen so skizzieren lässt: Digitalisierung verändert Märkte, Kunden und Unternehmen. Wettbewerbsbedingungen verändern sich, Partnerschaften entstehen dort, wo einst harter Wettbewerb herrschte, und neue Marktteilnehmer wirbeln tradierte Branchenstrukturen auf.

Der Global Player und Digitalisierungspionier Amazon hat dafür digitale Spielregeln definiert, die aufzeigen, was „Digitalisierung“ ausmacht: Zum einen bauen digitale Unternehmen ihre Wertschöpfungsketten als Code in ihren Daten auf. Zum anderen setzten sie neue Ideen schnell um, analysieren Daten in Echtzeit und stellen den Kunden ins Zentrum ihres Geschäfts. Um dies zu ermöglichen, wird Software auf Basis einer Microservices-Architektur entwickelt – diese technologische Plattform verbindet flexibel die verschiedensten Applikationen  miteinander und ermöglicht die Verarbeitung von großen Datenmengen in Echtzeit.

Bezogen auf das Geschäft der SOPTIM kann man also sagen: "Entwickle Software so, wie du selbst organisiert bist!" Nur in einer agilen Organisation (Micro-Organization), die den Kunden in den Mittelpunkt stellt und nicht in hierarchischen Abläufen gefangen ist, kann man wirklich digitale Lösungen erstellen.

Wir haben das für uns wie folgt zusammengefasst:
#Digitalisierung ist deutlich mehr als nur Technologie und deren Einsatz.

Darüber hinaus wird sie die Geschäftsmodelle in allen Branchen gravierend verändern und die Art und Weise, wie Unternehmen (inter-)agieren, revolutionieren.

Dies bedeutet im Einzelnen, dass digitale Lösungen so gut und einfach sein müssen, dass Menschen sie gerne nutzen! Ausgehend von der These, dass es um mehr als reine Binärcode-Generierung geht, interpretieren wir uns als „Digitalen Transformer“, weil wir das Zusammenspiel von Business, Technologie und Kultur als essentiell für den Erfolg halten.

Wie komme ich an die Schnittmenge? Grundsätzlich wirkt sich jede Änderung in einem der Bereiche auf die anderen aus, wenn ich sie konsequent umsetze. Nehmen wir als Beispiel „Social Media“: Ein Unternehmen verschreibt sich dem Ziel, in den sozialen Medien sichtbar zu werden. Dann ist das in erster Linie ein auf Business, auf die Verbreiterung der Zielgruppenansprache, ausgerichtetes Ziel. Benötigt wird zur Umsetzung eine entsprechende Technologie; dies kann der Zugang zu diversen Portalen und „mobile devices“ sein, die eine entsprechende Reaktionszeit ermöglichen. Zwingend erforderlich ist aber ebenso ein Umdenken in der Kultur. Einzelne Mitarbeiter müssen sich die Zeit nehmen und es als wichtig erachten, diese Kanäle zu bespielen. Sobald ein Element in der Betrachtung entfällt, ist das Projekt zum Scheitern verurteilt.

Das heißt, für uns ist die ganzheitliche Betrachtung von Business, Technologie und Kultur sowie deren Interdependenz der Schlüssel. Wir arbeiten nach dem Design-Thinking-Ansatz, um in multidisziplinären Teams besonders benutzerfreundliche Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Eine entsprechend offene Kultur ist notwendig, um den Aufbau von Know-how und Entwicklung von Veränderungen aktiv zu gestalten. Dies können beispielsweise interne oder externe Netzwerke sein, die neue Wege der Zusammenarbeit etablieren. Technologie und Technologiekompetenz sind die Treiber neuer digitaler Geschäftsmodelle für unsere Kunden und für SOPTIM. Wir ergänzen unsere heutigen Geschäftsmodelle um neue datengetriebene Services, als Basis für digitale Geschäftsmodelle.

Für SOPTIM bedeutet dies konkret, mit externen Partnern – sowohl mit Global Playern als auch mit  Start-Ups – Technologiepartnerschaften einzugehen, um schneller am Markt zu sein, indem man gemeinsame Innovationsprojekte, sei es als Prototyping, als Forschungsprojekt oder Kundenprojekt nach vorne treibt. Wir sehen im Kunden inzwischen mehr den Partner, der immer mehr in die SOPTIM integriert wird und maßgeblich unsere Software-Entwicklung sowie unser Produkt-/Serviceportfolio beeinflusst. Früher bekam der Kunde ein fertiges Produkt und musste, salopp gesagt, damit glücklich werden. Wir sind auf dem Weg unsere Kunden von der ersten Idee über das Prototyping bis zur fertigen Lösung an allen Schritten zu beteiligen – für uns auch eine Facette von Customer Experience.

Wird die SOPTIM AG ein ganz neues Unternehmen? Ja und nein. Ja, denn wir sind dabei uns neu zu organisieren und Prozesse auf Basis neuer Technologien und Formen der Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern umzugestalten – teils evolutionär, teils disruptiv.

Nein, denn das, was SOPTIM schon seit 45 Jahren ausmacht, bleibt erhalten: Elementare Bestandteile unserer DNA sind weiterhin Technik-Kompetenz, Zusammenarbeit und Kundenfokussierung, und auch der Spaß an der Arbeit.

Das bisher Gesagte bedeutet unter dem Strich nur eines: Wer die Zukunft heute schon begreift und nutzt, schafft sich Wettbewerbsvorteile. Und diesen Vorteil wollen wir unseren Kunden in partnerschaftlicher Zusammenarbeit verschaffen. Daher sehen wir uns nicht nur als Technologievorreiter, sondern werden erst durch die Zusammenarbeit extern wie intern zum „Digital Transformer“. Für uns zählt nicht mehr B-to-B, sondern H-to-H (Human to Human). Wir wollen Partnerschaft eine Stufe weiterentwickeln, gemeinsam mit unseren Kunden – von „Mensch-zu-Mensch“.

Sind wir damit fertig? Mit Sicherheit nicht! Wir sind nicht mehr am Anfang, wir sind mitten drin. Wir haben Fehler gemacht und machen jeden Tag neue, aber wir lernen schneller und setzen Erkenntnisse schneller um. Digitale Transformation ist zu unserer Mission geworden. Und, wie es weiter geht, werden meine Kollegen und ich in den nächsten Blogbeiträgen anhand der drei Treiber der "Digitalen Transformation" Business, Technologie und Kultur noch eingehender erläutern.

Andreas Duve

Kommentare

Andreas Duve schrieb am Mittwoch, 1. Februar 2017, 13:03 Uhr:
Hallo Damian, danke für Deinen Kommentar. Die letzten 1,5 Jahre hatte für uns viel Dynamik und es geht mit der gleichen Dynamik weiter´. So viele Menschen bei uns arbeiten jeden Tag daran das unsere Kunden und Partner besser in unserer Geschäft integriert werden. Wir wissen das die Digitale Transformation etwas mit der nahtlosen Produkterfahrung für unsere Kunden zu tun hat und damit für unser Geschäft. Wir wissen, dass wir kundenfokussierte, flexible, kompetente und selbstorganisierte Teams brauchen. Wir wissen auch, dass wir schlanke, agile Prozesse brauchen. Und natürlich auch die richtigen Technologien und Technologiekompetenz um unsere digitalen Lösungen und Services zu verbessern. Viele Grüße, Andreas
Damian Burzynski schrieb am Freitag, 27. Januar 2017, 12:11 Uhr:
Freut mich zu lesen, dass sich Soptim mit in die Digitalisierung einreiht! Auch wenn es noch ein relativ frisches Thema ist: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit! Ich erlebe hier live, was es bedeutet diesen Trend zu leben, oder zu verpassen. Die Digitalisierung wird eine große Kluft schaffen und die Spreu vom Weizen trennen. Wer heute nicht mithält, kann schauen wo er in 10 Jahren bleibt.

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